Zukunftspläne: Bhutto-Sohn bleibt in England

Zukunftspläne
Bhutto-Sohn bleibt in England

Der Sohn der ermordeten pakistanischen Oppositionsführerin Benazir Bhutto und neue Chef der Pakistanischen Volkspartei, Bilawal Bhutto Zardari, sieht sich noch nicht bereit für das politische Amt. Zuerst will er daher sein Studium beenden. Was er dafür brauche, sei vor allem Ruhe, sagte er.

HB LONDON. Seine jetzige Priorität sei, sein Studium in Oxford fortzusetzen, sagte der 19-jährige Bilawal Bhutto Zardari am Dienstag bei seiner ersten eigenen Pressekonferenz in London. „So lange ich meine Ausbildung nicht beendet und ausreichend Reife erlangt habe, werde ich niemals weise genug sein, um die politische Arena zu betreten.“

Er forderte von den Medien Zurückhaltung. „Ich hoffe, ich werde in Oxford alleine gelassen“, sagte der junge Mann. „Auch wenn meine Erfahrungen derzeit noch begrenzt sind - ich will lernen“. Er werde „Schritt für Schritt“ in die Position des Parteivorsitzenden wachsen, verlas Bhutto Zardari etwas nervös eine Stellungnahme. „Ich habe auch Politik im Blut.“

Der 19-Jährige war kurz nach dem Mord an seiner Mutter am 27. Dezember als ihr Nachfolger an der Spitze der Volkspartei PPP ernannt worden. Bhutto Zardari kehrte vergangene Woche nach England zurück, um sein Jura-Studium an der renommierten Universität zu beenden. Bis dahin, bleibt sein Vater Asif Ali Zardari für die täglichen Amtsgeschäfte zuständig. Kandidaten für ein offizielles politisches Amt in Pakistan müssen mindestens 25 Jahre alt sein.

Bhutto Zardari forderte zudem eine Untersuchung unter Aufsicht der Vereinten Nationen zu dem Anschlag auf seine Mutter. „Wir glauben nicht, dass eine Untersuchung der pakistanischen Regierung die nötige Transparenz hat.“ Wenn die richtige Sicherheitsvorkehrungen getroffen worden wären, wäre seine Mutter heute noch am Leben. Der Tod Bhuttos habe ihn „abgehärtet“. „Ich will jetzt Demokratie in Pakistan sehen.“ Pakistan werde „zerfallen“, wenn keine freien Wahlen stattfinden. Es sei wichtig, einer „neuen Generation in Pakistan Hoffnung geben“.

Er sei „erschüttert“ über gefälschte Einträge in dem Internetnetzwerk Facebook gewesen, die von Journalisten aufgegriffen wurden. Auf der Plattform waren mehrere falsche Profil von ihm aufgetaucht. Britische Zeitungen hatten zudem von Party- Ausschweifungen des Jura-Studenten berichtet.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%