Zum Rücktritt aufgefordert
EU erhöht Druck auf Wolfowitz

Das Europäische Parlament hat Weltbank-Präsident Paul Wolfowitz zum Rücktritt aufgefordert. Der verspricht aber lediglich „größere Änderungen“ in Weltbank-Führung.

HB WASHINGTON/STRASSBURG. Ein Rückzug Wolfowitz' würde Schaden für den Anti-Korruptions-Kampf der Entwicklungshilfeorganisation abwenden, hieß es in einem Beschluss des EU-Parlaments vom Mittwoch. Dafür müssten sich die deutsche EU-Ratspräsidentschaft und die US-Regierung einsetzen. Einen entsprechenden Passus fügten die Abgeordneten mit 332 zu 251 Stimmen in eine Resolution für das EU-USA-Gipfeltreffen kommende Woche ein.

Damit wächst der Druck auf Wolfowitz weiter. Er sieht sich bereits mit mehreren Rücktrittsforderungen wegen der Affäre um eine Gehaltserhöhung für seine Freundin konfrontiert. Wolfowitz hatte bei seinem Amtsantritt 2005 die damals bei der Weltbank arbeitende Shaha Riza befördert. Erst danach wurde Riza dem US-Außenministerium zugeordnet.

Wolfowitz äußerte derweil dagegen die Erwartung, dass er seinen Posten nach Abschluss der Untersuchungen durch den Exekutivrat der Bank behalten wird. Das geht aus einer E-Mail an Mitarbeiter vor, die eine Beobachtergruppe unter der Internetadresse worldbankpresident.org am Dienstag veröffentlichte.

Darin teilt Wolfowitz mit, dass er am Montag ein kurzes „offenes“ Gespräch mit den Vizepräsidenten der Weltbank geführt habe. Er werde sie im Zuge geplanter größerer Änderungen bei der Arbeit seines Büros weiterhin konsultieren.

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