Zum Tod von Johannes Paul II.
Würdenträger: „Die Welt ist ärmer geworden"

Die offizielle Mitteilung des Vatikans zum Ableben des 84-jährigen Pontifex war kurz und knapp. Die Kirchenwelt hat mit großer Betroffenheit auf den Tod von Johannes Paul II. reagiert.

HB DÜSSELDORF. Papst Johannes Paul II. ist am Samstagabend gestorben. Die offizielle Mitteilung des Vatikans zum Ableben des 84-jährigen Pontifex im Wortlaut:

„Der Heilige Vater starb an diesem Abend um 21.37 Uhr in seinem Privatzimmer. Die Prozedur, die die von Papst Johannes Paul II. am 22. Februar 1996 verkündete Apostolische Konstitution „Universi Dominici gregis“ vorsieht, ist eingeleitet worden.“

Die Apostolische Konstitution regelt die Abläufe nach dem Tod eines Papstes.

Die Kirchenwelt hat mit großer Betroffenheit auf den Tod des Papstes reagiert. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Karl Kardinal Lehmann, würdigte am späten Samstagabend der Vermächtnis von Johannes Paul II.. „Der Papst ist von uns gegangen. Johannes Paul II. ist so gestorben, wie er gelebt und gewirkt hat; geistig wach fast bis zuletzt, voller Hingabe an seinen Dienst und ergeben in den Willen Gottes. Er hat weltweit die frohe Botschaft verkündet: „Öffnet, reißt die Tore weit auf für Christus“, zu allen Christen und Religionen, zu allen Menschen, besonders zu den Armen. Seine Entschiedenheit hat viele Mauern zum Einsturz gebracht, unter anderen gewiss auch den Eisernen Vorhang. Seine Unbeirrbarkeit im Glauben hat auch in die schwierigsten Situationen viel Hoffnung gebracht. Ein mutiger Zeuge des Evangeliums, ein Großer der Weltgeschichte und ein bleibendes Vorbild nicht nur für die katholischen Christen, ist von uns gegangen. Die Welt ist ärmer geworden. Es bleiben Trauer, Dankbarkeit und Treue zu seinem Vermächtnis.“

Der Münchner Erzbischof und Kardinal Friedrich sagte: „Der Heimgang unseres Heiligen Vaters erfüllt uns mit Wehmut und Trauer“, hieß es in einer in München veröffentlichten Erklärung von Wetter. „Mit Johannes Paul II. verliert die katholische Kirche einen großen und kirchengeschichtlich bedeutsamen Papst und die Welt eine herausragende moralische Autorität.“

Johannes Paul II. habe als Nachfolger Petri die Kirche kraftvoll geleitet und über die „Schwelle der Hoffnung“ ins 21. Jahrhundert geführt. Er habe mit Charisma und missionarischer Kraft unter anderem auf seinen unzähligen Pastoralreisen Türen für Christus aufgestoßen. Aus tiefer spiritueller Verankerung heraus habe Papst Johannes Paul II. auch sein langjähriges schweres Leiden gemeistert und der Welt ein Beispiel gegeben, was es heißt, mit Christus „zu leiden, um mit ihm auch verherrlicht zu werden“, erklärte Wetter. Der verstorbene Papst habe ein großes Vermächtnis hinterlassen, das nun in Ehren lebendig gehalten werden müsse.

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