Zunächst war Plan aufgeschoben worden
Japan schickt Soldaten in den Irak

Japans Ministerpräsident Junichinro Koizumi hat beschlossen, 1100 Soldaten in den Irak zu entsenden. Eine Vorhut der Selbstverteidigungsstreitkräfte soll noch im Dezember in Marsch gesetzt werden.

HB TOKIO. Das berichtet die Zeitung „Yomiuri Shimbun“ am Donnerstag unter Berufung auf Regierungskreise. Zum Jahresbeginn sollten Transporteinheiten folgen. Ein im Sommer vom japanischen Parlament verabschiedetes Gesetz erlaubt Japan die Entsendung von Soldaten in den Irak für den Wiederaufbau des Landes nur außerhalb von Kampfzonen.

Koizumi habe seine Entscheidung nach einer Unterredung mit Verteidigungsminister Shigeru Ishiba getroffen, berichtete das Blatt. Im November war ein japanisches Erkundungsteam im Südirak. Der Regierungschef sei nun zu dem Schluss gekommen, dass die Gegend um Samawa im Südirak, wohin die Bodentruppen entsandt werden sollen, zumindest bis zu einem gewissen Grad als sicher gelten könne.

Nach dem Anschlag auf einen italienischen Stützpunkt in Nasirija hatte die Regierung in Tokio ihren Plan zur Entsendung von Soldaten in den Irak zunächst aufgeschoben. Am vergangenen Samstag starben zwei japanische Diplomaten in der Nähe von Tikrit im Nordirak bei einem Anschlag. Die Opfer gehörten zu einer Delegation von elf japanischen Diplomaten, die nach Tikrit zu einer Konferenz über den Wiederaufbau in Nordirak wollten.

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