Zur Befriedung der Unruheprovinz
Serbien will Landsleuten im Kosovo Autonomie zubilligen

Eine weitgehende Autonomie will Serbien den Serben im Kosovo einräumen. In Damit will Belgrad einen neuen Anlauf zur Befriedung der Unruheregion unternehmen. der serbischen Provinz Kosovo leben fast nur noch Albaner.

HB BELGRAD. Ein entsprechender Plan der Regierung wurde vom Parlament in Belgrad am Donnerstag einstimmig angenommen. Die serbische Minderheit soll in fünf eigenen Kantonen weit gehende Autonomierechte einschließlich der Polizeigewalt und der Justizhoheit erhalten. Die serbische Kosovo-Politik werde von überparteilicher Zustimmung getragen, erklärten die Sprecher aller Parlamentsparteien. Der Plan wird von der albanischen Mehrheit im Kosovo jedoch abgelehnt.

Der Lösungsansatz seiner Regierung gehe von der Trennung der beiden verfeindeten Völker aus, weil ein Zusammenleben „in diesem Augenblick unmöglich ist“, hatte Regierungschef Vojislav Kostunica im Vorfeld der Parlamentssitzung seine Initiative begründet.

Voraussetzung für die Autonomie sei die Rückkehr von 200 000 Serben, die seit 1999 aus dem Kosovo vertrieben wurden, steht in der vom Parlament verabschiedeten Vorlage. Sie geht von der Wiederherstellung der serbischen Souveränität aus. Demgegenüber streben die Kosovo-Albaner die staatliche Selbstständigkeit und damit die Loslösung von Belgrad an. Die Provinz wird seit fünf Jahren von den Vereinten Nationen verwaltet.

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