Zurückhaltung bei der Anwendung von Gewalt geboten: USA tauschen Truppen im Irak aus

Zurückhaltung bei der Anwendung von Gewalt geboten
USA tauschen Truppen im Irak aus

In den kommenden Tagen tauschen die USA ihre Truppen im Irak aus. Bei der Riesenrotationswelle werden 123 000 US-Soldaten aus dem Irak abgezogen und durch 111 000 ausgeruhte Soldaten ersetzt. Experten befürchten dadurch Instabilität, die zu neuen Anschlägen genutzt werden könnte.

HB WASHINGTON. Mit Erleichterung registrieren Regierung und Bevölkerung in den USA, dass die Anschläge gegen die amerikanischen Soldaten im Irak in der letzten Zeit spürbar nachgelassen haben -„in der Zahl und Intensität“, wie es kürzlich ein US-General vor Ort formulierte. Aber das könnte sich, so sorgt man sich im Pentagon, in den kommenden Monaten wieder ändern.

In diesen Tagen beginnt nämlich eine Riesenrotationswelle: 123 000 US-Soldaten werden aus dem Irak abgezogen und durch 111 000 „ausgeruhte„ Kameraden ersetzt, und das alles in einem Zeitraum von nur vier Monaten. Zusätzlich sollen 11 000 GIs in Afghanistan ausgetauscht werden. Beamte im US-Verteidigungsministerium sehen die Gefahr, dass die Massenabreisen und -ankünfte eine vorübergehende „Instabilität“ schaffen, die von Rebellen und Terroristen im Irak für neue Anschläge genutzt werden könnte. US-Generalstabschef Richard Myers selbst spricht von einer der größten logistischen Herausforderungen der amerikanischen Geschichte und von zu erwartenden „Turbulenzen im System“.

„Die Truppen werden auf den Straßen sein, in der Luft. Insgesamt werden sich so viele Soldaten in ungeschützten Gebieten befinden wie seit Ende der Kriegshandlungen nicht mehr“, zitiert die „USA Today“ einen Militäranalytiker. Experte Anthony Cordesman vom Zentrum für Strategische und Internationale Studien in Washington pflichtet bei. Er sieht vor allem eine „Verwundbarkeit“ bei den Starts und Landungen der Transportflugzeuge. Sogar Pentagon-Chef Donald Rumsfeld macht aus seiner Besorgnis keinen Hehl: „Bei einem solchen Austausch gibt es zwangsläufig einen Verlust an Wachsamkeit, einen Verlust an Zusammenarbeit, an Erfahrungsreichtum.“

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