Zusätzliche Haftstrafe wegen Vergewaltigung
Todesstrafe für Journalisten-Mörder in Afghanistan

Wegen Mordes an vier Journalisten ist ein Extremist in Afghanistan zum Tode verurteilt worden. Der Angeklagte bestritt die Taten, räumte aber einen anderen Mord ein.

HB BERLIN. Ein Gericht in Kabul hat einen Extremisten für den Mord an vier Journalisten für schuldig befunden und zum Tode verurteilt. Der Angeklagte habe zusammen mit weiteren Extremisten die Reporter am 19. November 2001 in einem Hinterhalt gestoppt, aus dem Auto gezerrt und erschossen, hieß es in der Urteilsbegründung am Samstag.

Bei den Ermordeten handelt es sich um den australischen Kameramann Harry Burton, den afghanischen Reuters-Fotografen Asisulla Haidari, Maria Grazia Cutuli von der italienischen Zeitung «Corriere della Sera» sowie Julio Fuentes, Korrespondent der spanischen Tageszeitung «El Mundo».

Der 29 Jahre alte Angeklagte bestritt, die Journalisten getötet zu haben. Stattdessen räumte er die Ermordung seiner Frau ein. Der Mann wurde zudem wegen Vergewaltigung einer Frau schuldig gesprochen, die unter den Journalisten war. Dafür erhielt er zusätzlich eine 15-jährige Haftstrafe.

In Afghanistan werden Todesurteile durch Erhängen vollstreckt. Der Verurteilte kann gegen den Schuldspruch Berufung einlegen.

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