Zusage an Berlusconi
Monti tritt bei nächster Wahl nicht an

Wenige Tage ist es her, dass Silvio Berlusconi seine Mehrheit verloren hat, da äußert er sich auch schon zu den nächsten Präsidentschaftswahlen. Mario Monti habe zugesagt, nicht als Kandidat anzutreten, so Berlusconi.
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RomDer neue italienische Ministerpräsident Mario Monti hat nach den Worten seines Vorgängers Silvio Berlusconi zugesagt, bei der kommenden Wahl nicht als Kandidat anzutreten. Monti habe dies auch im Namen seiner aus Fachleuten gebildeten Regierung vor Präsident Giorgio Napolitano versichert, sagte Berlusconi der Zeitung „Corriere della Sera“ am Sonntag.

Monti war am Mittwoch ernannt worden, nachdem Berlusconi seine parlamentarische Mehrheit verloren hatte. Der frühere EU-Kommissar, der auch das Amt des Wirtschaftsministers übernahm, hat ein drastisches Reformprogramm zur Sanierung der Staatsfinanzen angekündigt.

Monti genießt die Unterstützung aller wichtigen Parteien, mit Ausnahme der Regionalpartei Lega Nord. Der neuen Regierung müsse die Gelegenheit gegeben werden, bis zum Ende der Legislaturperiode 2013 zu regieren, bekräftigte Berlusconi. Die Unterstützung seiner Partei sei jedoch an Bedingungen geknüpft. So lehne er etwa die Einführung einer Reichensteuer nachdrücklich ab.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Berlusconi lehnt die Reichensteuer in Italien ab, dabei sind die Italiener lt. Bossi, Berlusconi, Tremonti die Reichsten in Europa. Sie wollen wohl von einem "Euro-Soli" profitieren.

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