Zusage an die USA

Nordkorea will alle Atomanlagen schließen

Nordkorea will bis Ende des Jahres all seine Atomanlagen schließen. Das ist das Ergebnis direkter Gespräche zwischen den USA und Nordkorea, wie der US-Unterhändler Christopher Hill am Sonntag in Genf mitteilte.
Offizielles Foto aus dem Reaktor in Yongbyon in Nordkorea: Abklingbecken für abgebrannte Brennstäbe. Foto: ap

Offizielles Foto aus dem Reaktor in Yongbyon in Nordkorea: Abklingbecken für abgebrannte Brennstäbe. Foto: ap

HB GENF. Bereits im Februar erklärte sich Nordkorea bereit, seinen Atomreaktor in Yongbyon zu schließen. Daraufhin erhielt Nordkorea bislang 50 000 Tonnen Schweröl aus Südkorea.

Hill beschrieb die Treffen mit den Delegierten aus Pjöngjang als „sehr gut und sehr umfangreich“. Nordkorea habe sich auch bereit erklärt, seine Urananreicherung einzustellen. Damit stiegen auch die Chancen, dass die Verhandlungen im Rahmen der Sechsergespräche unter Einschluss von Südkorea, China, Japan und Russland über den Abbau des nordkoreanischen Atomprogramms und die Verbesserung der Beziehungen in der Region zu einem Erfolg würden, sagte Hill.

Zu den Gesprächsthemen gehörten nach Angaben Hills auch die Voraussetzungen, die Nordkorea erfüllen muss, um von der US-Liste derjenigen Staaten entfernt zu werden, die den Terrorismus unterstützen. Die internationale Staatengemeinschaft ist besorgt, dass Nordkorea mit der Entwicklung von Atomwaffen die Sicherheit in der Region gefährden und ein Wettrüsten auslösen könnte. Im Oktober vergangenen Jahres unternahm Nordkorea einen unterirdischen Atomwaffentest.

„Wir haben noch einen langen Weg vor uns“, sagte der US-Unterhändler Christopher Hill nach einer ersten Gesprächsrunde am Samstag. „Aber ich denke, wir zwei haben ein grundlegendes Verständnis erreicht, was in den bevorstehenden Monaten noch erreicht werden muss. Der Leiter der nordkoreanischen Delegation, Kim Gye Gwan, sprach von einem guten Treffen.

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