Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Mexiko soll vertieft werden
Schröder und Fox gegen festes Datum für Truppenabzug

Bundeskanzler Gerhard Schröder und Mexikos Präsident Vicente Fox haben sich gegen den Vorschlag Chinas ausgesprochen, schon jetzt ein Datum für den Abzug der ausländischen Truppen aus dem Irak zu fixieren.

HB MEXIKO-STADT.„Ich glaube nicht, dass in der jetzigen Phase schon ein endgültiges Datum festgelegt werden kann“, sagte Schröder am Donnerstag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Fox in Mexiko-Stadt. „Die Staatengemeinschaft muss alles tun, um den Irak zu demokratisieren und zu stabilisieren“, sagte Schröder.

Den amerikanischen Entwurf einer Uno-Resolution zur Lage im Irak hält Schröder für eine gute Grundlage. Allerdings sei der Text noch verbesserungsfähig. Entscheidend sei, dass es eine „wirkliche Übergabe der Souveränität“ an das irakische Volk gebe. Anzustreben sei eine konsensorientierte Lösung. „Bei gutem Willen lässt sich das erreichen“, sagte er.

Fox befürwortete einen ständigen Sitz Deutschlands im Uno- Sicherheitsrat. „Dies wäre mehr als gerecht“, sagte Fox. Gleichermaßen müsse es aber mehr „globale Repräsentanz“ im Sicherheitsrat geben. Auch Lateinamerika und Afrika müssten darin vertreten sein.

Das Treffen zwischen Schröder und Fox am Donnerstag war bereits das dritte seit Anfang 2002. Schröder bekräftigte das deutsche Interesse, die Zusammenarbeit mit Mexiko, der größten Volkswirtschaft Lateinamerikas und der zehntgrößten der Welt, zu vertiefen. Unter anderem habe man vereinbart, mehr mexikanische Stipendiaten zum Studium nach Deutschland zu schicken. Der Bundeskanzler nimmt am Freitag am dritten EU-Lateinamerika-Gipfel in der Stadt Guadalajara teil. Er erwarte, dass dort „substanzielle Ergebnisse“ zur Frage einer multilateralen Weltordnung und vielleicht auch einer UN-Reform erzielt werden könnten.

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