Zusammenstöße mit aufgebrachten Irakern
Zwei US-Soldaten bei Routinepatrouille getötet

In der Schiiten-Vorstadt Sadr-City In Bagdad sind am Donnerstagabend zwei US-Soldaten bei einer Patrouille getötet worden.

HB BAGDAD. Die beiden waren bei einer nach Angaben des US-Militärkommandos in Bagdad bei einer Routinepatrouille in einen Hinterhalt geraten, teilte das US- Militärkommando am Freitag in Bagdad mit. Vier weitere Soldaten wurden bei dem Angriff verletzt. Der Vorfall ereignete sich etwa zwölf Stunden nach der Explosion einer Autobombe vor einer Polizeiwache, bei der zehn Menschen getötet worden waren.

Nach Informationen des arabischen Fernsehsenders El Dschasira kam es in dem schiitischen Armenviertel in der Nacht zum Freitag zu Zusammenstößen zwischen US-Soldaten und Anhängern des radikalen Geistlichen Muktada el Sadr. Dabei sei einer der Getreuen des jungen Klerikers erschossen worden. Hunderte von bewaffneten und unbewaffneten jungen Sadr-Anhängern waren nach dem Selbstmordanschlag vor der Polizeiwache auf den Straßen von Sadr-City aufmarschiert.

Muktada el Sadr, dessen Einfluss in dem nach seinem von Saddam Huseins Schergen 1999 getöteten Vater Mohammed Sadik el Sadr benannten Armenviertel groß ist, ist der den Besatzungstruppen am feindlichsten gesinnte schiitische Geistliche im Irak.

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