„Zustand stabil“
Attentat: Rebellen wollen Osttimors Führung stürzen

Bei einem Rebellen-Anschlag ist der Präsident von Osttimor, der Friedensnobelpreisträger José Ramos-Horta, am Montag verletzt worden. Weitere Menschen fielen dem Attentat zum Opfer, denn der Angriff galt nicht nur ihm.

HB SYDNEY. Der 58-Jährige habe bei der Attacke auf sein Haus in der Hauptstadt Dili zwei Bauchschüsse erlitten, teilte ein Präsidentensprecher mit. „Der Zustand des Präsidenten ist stabil“, sagte der Sprecher weiter.

Im australischen Darwin sei ein Flugzeug Richtung Dili gestartet, um Ramos-Horta zur Behandlung in ein australisches Krankenhaus zu bringen. Der Flug dauert eine Stunde, wie es hieß.

Auch auf den Ministerpräsidenten von Osttimor, Xanana Gusmao, wurde ein Anschlag verübt. Er sei bei dem Angriff auf seinen Wagen allerdings unverletzt geblieben.

„Diese Anschläge waren koordiniert. Ziel war es, die demokratische gewählte Führung von Osttimor zu ermorden“, sagte der australische Ministerpräsident Kevin Rudd.

Bei einem Feuergefecht zwischen den Angreifern und Sicherheitskräften wurde der Anführer der Rebellen, der ehemalige Major Alfredo Reinado, getötet, wie der stellvertretende Ministerpräsident José Luis Guterres dem Nachrichtensender CNN sagte. Auch ein Leibwächter und ein anderer Rebell seien getötet worden.

In Dili blieb es nach Angaben von Augenzeugen ruhig. Australien wollte weitere 120 Soldaten und Polizisten nach Osttimor entsenden, wo im Laufe der Woche auch Rudd erwartet wurde. In Neuseeland wurden Soldaten für einen möglichen Einsatz in Osttimor in Alarmbereitschaft versetzt.

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