Zustand stabil
Scharon überlebt Notoperation

Der israelische Ministerpräsident Ariel Scharon scheint zunächst außer Lebensgefahr zu sein. Nach einer mehrstündigen Notoperation haben die behandelnden Ärzte seinen Gesundheitszustand als kritisch, aber stabil beurteilt.

HB JERUSALEM. Es bestehe keine unmittelbare Lebensgefahr für den 77-Jährigen, erklärte Klinik-Chef Schlomo Mor-Josef am Samstagnachmittag. Die Operation habe allerdings die Chancen des Regierungschefs auf eine Genesung nicht verbessert. Der Zustand Scharons hatte sich am Morgen dramatisch verschlechtert. Hochrangige Vertreter des Krankenhauses hatten daraufhin gesagt, Scharon werde den Tag voraussichtlich nicht überleben.

Mor-Josefs Worten zufolge ist die mehrstündige Notoperation ohne Komplikationen verlaufen. Sie betraf das Verdauungssystem, an dem bei einer Computer-Tomographie weit reichende Schäden festgestellt worden waren. Die Ärzte hätten 50 Zentimeter des Dickdarms entfernt, um die Gefahr einer Infektion einzudämmen, sagte Mor-Josef.

Scharon hatte am 4. Januar einen Schlaganfall erlitten und war wegen starker Hirnblutungen mehrfach operiert worden. Er ist seither nicht aus dem Koma erwacht. Mit der Formulierung „kritisch, aber stabil“ kehrten die Ärzte zu der Einschätzung zurück, mit der sie bereits in den vergangenen Wochen den Zustand Scharons beschrieben hatten. Die Amtsgeschäfte Scharons führt seit Anfang Januar sein Stellvertreter und Vertrauter Ehud Olmert. In Israel wird seit Anfang Januar nicht mehr damit gerechnet, dass Scharon in sein Amt zurückkehrt.

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