Zustimmung der Europgruppe
Irland und Spanien können Rettungsschirm verlassen

Die Eurogruppe hat dem Ausstieg von Irland und Spanien aus dem EU-Rettungsschirm zugestimmt. Doch in Griechenland scheint die Krise kaum zu stoppen. Eine Untersuchung der Troika stockt.
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BrüsselIrland und Spanien können den Rettungsschirm hinter sich lassen und damit als erste Euro-Krisenländer finanziell wieder auf eigenen Füßen stehen. Die Eurogruppe gab am Donnerstag grünes Licht für den Ausstieg. „Das ist ein guter Tag für Irland und Spanien, es ist ein guter Tag für Europa“, sagte EU-Währungskommissar Olli Rehn in Brüssel nach Beratungen mit den Euro-Finanzministern. Der Finne gab zu bedenken, dass für die beiden hoch verschuldeten Staaten die Probleme aber noch nicht beseitigt seien.

Das Programm für Irland läuft im Dezember aus, das spanische Programm für marode Banken im Januar 2014. Irlands Regierungschef Enda Kenny hatte in Dublin angekündigt, sein Land werde das Hilfsprogramm der internationalen Geldgeber vom 15. Dezember an verlassen und dabei keine vorbeugende Kreditlinie zur Absicherung in Anspruch nehmen. „Wir sind zuversichtlich, dass die irische Regierung alle nötigen Maßnahmen treffen wird“, sagte der Präsident der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi.

„Die zeitweilige Hilfe mit Krediten hat sich in beiden Ländern als erfolgreich erwiesen“, resümierte Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem. „Sie (die Länder) waren immer in der Spur“, sagte Rehn. „Die Programme funktionieren, wenn sie richtig umgesetzt werden.“

Irland war 2010 als erstes Land der Eurozone vor allem wegen seiner taumelnden Banken unter den Rettungsschirm geschlüpft. Es bekam von den Europartnern und dem IWF ein Hilfsprogramm von insgesamt 85 Milliarden Euro eingeräumt. Spanien erhielt 41 Milliarden zur Sanierung von Banken. Als nächstes muss über Portugal entschieden werden, dessen Programm im Mai 2014 ausläuft.

„Das stellt die wirtschaftliche und politische Freiheit Irlands wieder her“, sagte der irische Finanzminister Michael Noonan. „Es ist der richtige Augenblick, es zu machen.“ Das Land wolle Ende Januar oder Anfang Februar 2014 an die Finanzmärkte zurückkehren. Der Termin 15. Dezember 2013 war von Dublin schon im November genannt worden. „Es ist offensichtlich, dass das finanzielle Unterstützungsprogramm für die spanischen Banken ordentlich funktioniert hat“, so der spanische Wirtschaftsminister Luis de Guindos. Spanien braucht kein Anschlussprogramm.

„Das zeigt, unsere Politik der Stabilisierung und Verteidigung der europäischen Währung ist erfolgreich und richtig“, sagte der amtierende deutsche Ressortchef Wolfgang Schäuble (CDU).

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Griechenland weiter angeschlagen

Kommentare zu " Zustimmung der Europgruppe: Irland und Spanien können Rettungsschirm verlassen"

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  • "Irland und Spanien können Euro-Rettungsschirm verlassen"

    "Rechner“

    Teil 2 von 2

    So gesehen ist auch gar nicht viel »Phantasie« notwendig für die Feststellung, daß sehr viele (gutgläubige oder denkfaule) Zeitgenossen in absehbarer Zeit ziemlich brutal aus ihren »Michel-Träumen« [Michel = Schlafmütze] gerissen werden dürften. Ganz einfach auch deshalb, weil sie sich auch durch Verlust des gesunden Menschenverstandes ganz gewaltig verrechnet haben oder ohne fremdfabrizierte Maschinen gar nicht rechnen können.

  • "Irland und Spanien können Euro-Rettungsschirm verlassen"

    Teil 1 von 2

    "Rechner
    'N_K' phantasiert
    Selten so gelacht. "

    "Rechner
    'N_K' phantasiert
    Dummschwätzer in die geschlossene Abteilung! "

    "Rechner
    'Beobachter' phantasiert
    Welche Steuern sind denn erhöht worden? "

    "Rechner
    'fjv2' phantasiert
    na klar brauchen die keine Rettungeschirme mehr. "

    -----

    Andere Meinungen permanent wie eine defekte Schallplatte als »Phantasie« abzuwerten bedarf schon einer gehörigen Portion Überheblichkeit. Schließlich gab es ja auch mal eine Zeit, da wurde behauptet, die Erde sei eine Scheibe, und jeder, der nicht dieser Meinung war, lief Gefahr, als Ketzer auf dem Scheiterhaufen zu landen. Heute gibt’s (bei uns) zwar keine Scheiterhaufen mehr, aber die »Strickmuster« sind dem Grunde nach die gleichen – sie werden nur »Politische Korrektheit« genannt. Wer dagegen verstößt, lernt u.a. ziemlich schnell Begriffe wie »Verschwörungstheorie«, »Ausländerfeind«, »Antisemit« (und andere) kennen oder wird z.B. mit der »Nazikeule« angegriffen, wobei sich manche Zeitgenossen nicht mal aufs Verbale beschränken.

    Und das gilt nicht nur für den Euro-Wahnsinn!

    »Und sie dreht sich doch« [die Erde], und die »Scheibentheorie« ist vom Tisch. Ähnliches dürften solche erleben, die immer noch den gebetsmühlenartig vorgetragenen meist verlogenen Dreck von »Experten« aus Kreisen von Banken, Politik, Verwaltung und Wirtschaft glauben und nachplappern und wirkliche »Schwergewichte mit Sachverstand« diffamieren, medial exekutieren und/oder totschweigen. Viele der »Experten« beziehen sich doch so gern auf [in Auftrag gegebene und bezahlte und deshalb zumindest fragwürdige] »Studien«, »Gutachten« und »ANAL-ysen«, aber allein die Tatsache, daß es keine »ORAL-ysen« gibt, beweist doch den qualitativen Wert solcher Aussagen vieler »Offizieller«. (Schon der »Alte Fritz« soll gesagt haben, daß Politik die Kunst sei, eine Gans zu rupfen, ohne daß sie schreit. Aber nicht mal mehr DAS bringen unsere heutigen Politik

  • Die Frage ist nicht: Edelmetalle kaufen (ja/nein), sondern Sparkonten bei der Bank auflösen (ja/nein)!

    http://www.welt.de/finanzen/geldanlage/article121491969/Sparer-Steuer-ist-Dynamit-fuer-deutsche-Buerger.html

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