Zwei Ausländer getötet
Anschlagsserie im Irak geht weiter

Bei einem Anschlag in der nordirakischen Stadt Mossul sind am Sonntag ein Brite und ein Kanadier getötet worden. Insgesamt kamen am Wochenende bei Gewaltakten mindestens 15 Menschen im Irak ums Leben.

HB MOSSUL/BAGDAD/LONDON. Die Außenministerien in London und Ottawa bestätigten die Identität der beiden ausländischen Toten, die neben einem ausgebrannten Autowrack an einer Straße entdeckt worden waren. Augenzeugen hatten berichtet, die beiden seien unterwegs zu ihrem Arbeitsplatz in einem Kraftwerk gewesen, als sie von Männern mit Sturmgewehren beschossen worden seien. Unklar blieb, wer die Angreifer waren. Die Sicherheitslage in Mossul hat sich jüngster Zeit deutlich verschlechtert. Am Sonntag gab es in der Stadt weitere Anschläge mit Verletzten.

Nach Polizeiangaben wurde auf eine Patrouille eine Granate geworfen. Ein Polizist sei dabei leicht verletzt worden. Angreifer hätten das Büro des von den USA finanzierten TV-Senders Iraqi Media Network beschossen und dabei zwei Mitarbeiter verletzt, sagte ein Vertreter des Senders. Eine Rakete schlug in der Nähe einer Schule in Mossul ein, explodierte aber nicht, wie der Direktor mitteilte. Am Vortag waren bei einem Anschlag in Mossul zwei Menschen getötet und 13 weitere verletzt worden.

Seit dem von US-Präsident George W. Bush am 1. Mai 2003 ausgerufenen Ende der Hauptkampfhandlungen im Irak werden dort fast täglich Anschläge auf die US-geführten Besatzungstruppen, irakische Sicherheitskräfte wie auch Zivilisten verübt. Die USA machen dafür Anhänger des gestürzten Präsidenten Saddam Hussein und moslemische Extremisten aus dem Ausland verantwortlich.

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