Zwei Autobomben
Viele Tote bei Anschlägen in Damaskus

Blutige Anschläge in Syrien: In Damaskus sollen mehr als 30 Menschen ums Leben gekommen und mehr als hundert verletzt worden sein. Auch außerhalb der Hauptstadt geht die Gewalt am Freitag weiter.
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Kairo/DamaskusBei der Explosion von zwei Autobomben in Damaskus am Freitag sind nach Angaben der Behörden mehr als 30 Menschen getötet worden. Mehr als hundert Menschen seien verletzt worden, sagte Vize-Außenminister Faiçal Mekdad vor Journalisten. Nach Berichten des Staatsfernsehens waren zahlreiche Zivilisten und mehrere Soldaten unter den Opfern.

Die Anschläge sollen von zwei Selbstmordattentätern verübt worden sein. Demnach sprengten zwei Attentäter ihre Fahrzeuge vor Gebäuden der Sicherheitskräfte und des Geheimdienstes in die Luft. Die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana sprach am Freitag von Terroranschlägen.

Nach ersten Ermittlungen sei die Terrorgruppe Al Qaida an den Anschlägen beteiligt gewesen, hieß es im Fernsehen. Ein Reporter in Damaskus berichtete, die Sprengsätze seien innerhalb einer Minute im Stadtbezirk Kfar Sousa explodiert. Danach sei dichter Rauch aufgestiegen. Es waren die ersten Bombenanschläge in Damaskus seit Beginn des Aufstands gegen die Herrschaft von Baschar Assad in Syrien im März. Augenzeugen berichteten in Telefongesprächen aus Damaskus, die Explosionen seien laut und deutlich in der gesamten Hauptstadt zu hören gewesen. Sicherheitskräfte hätten alle Zufahrtsstraßen zu dem Stadtgebiet abgeriegelt. Mehrere Personen seien festgenommen worden.

Auch außerhalb der Hauptstadt Damaskus ging die Gewalt am Freitag weiter. Nach Angaben von Menschenrechtsbeobachtern wurden bei neuen Kämpfen zwischen Regierungstruppen und Deserteuren mindestens sechs Menschen getötet. Beide Seiten hätten sich unter anderem heftige Gefechte in der Provinz Idlib an der Grenze zur Türkei geliefert.

Die Bombenanschläge ereigneten sich, während in Damaskus ein Vorausteam der Arabischen Liga Vorbereitungen für die Arbeit einer Beobachtermission traf. In Syrien gibt es seit Mitte März Massenproteste gegen die autoritäre Herrschaft von Präsident Baschar el Assad. Bei den gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften wurden nach Angaben der Vereinten Nationen seither mehr als 5000 Menschen getötet.

Agentur
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dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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  • Wer wundert sich darüber noch ?
    Heute ist Freitag !!!

  • Es ist zu hinterfragen, wer die Zahl von 5000 Toten errechnet hat. Wer prüft, wer die militärische Veranwortung für die Desertierten-Armee trägt? Steht in der Haager Landkriegsordnung etwas über den Umgang mit Deserteuren? Und wer hat es zugelassen, daß in der Türkei und anderswo Ausbildungs-Camps für die Rebellenarmee eingerichtet wurden?

  • Hoffentlich gehen den westlichen Kriegstreibern nun die Augen auf, von wem die eigentliche Gefahr in Syrien ausgeht! Libyen läßt grüßen!

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