Zwei Energiekonzerne klagen

Russland stoppt Kohlelieferungen in die Ukraine

Russland hat angeblich ohne Vorankündigung seine Kohlelieferungen in die Ukraine gestoppt. Das berichten zwei ukrainische Energiekonzerne. Der Lieferstopp gefährdet die Stromversorgung der Ukraine im kommenden Winter.
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Russland soll seine Kohlelieferungen in die Ukraine eingestellt haben. Quelle: dpa

Russland soll seine Kohlelieferungen in die Ukraine eingestellt haben.

(Foto: dpa)

KiewDie Ukraine erhält nach eigener Auskunft keine Kohlelieferungen aus Russland mehr. Ein Sprecher des ukrainischen Energieministeriums sagte am Montag, die beiden Energiekonzerne DTEK und Tsentrenergo hätten ohne Vorankündigung keine Kohle mehr bekommen.

Der private Stromversorger DTEK teilte mit, er versuche derzeit herauszufinden, warum die Lieferungen eingestellt worden seien. Der Stopp ist ein schwerer Schlag für die Ukraine. Das Land ist nach Regierungsangaben auf Kohleimporte aus Russland angewiesen ist, um im kommenden Winter die Stromversorgung aufrecht zu erhalten.

Durch die Kämpfe zwischen Regierungstruppen und den Separatisten im Osten der Ukraine ist der Nachschub für die Kohlekraftwerke unterbrochen worden, die rund 40 Prozent des Stroms für das ganze Land liefern. Kurz vor Beginn des Winters hatten die Kohlereserven bereits einen kritischen Stand erreicht.

Seine Gasexporte hatte Russland im Juni wegen Preisstreitigkeiten zeitweise gekappt und angekündigt, künftig nur noch gegen Vorkasse zu liefern. Kiew, Moskau und die Europäische Union hatten sich vor einigen Wochen darauf verständigt, dass die Winterversorgung der Ukraine sichergestellt werden soll. Die Beziehungen zwischen Russland und der Ukraine sind sehr angespannt. Die Regierung in Kiew wirft Russland vor, die Rebellen zu unterstützen. Die Regierung in Moskau weist dies zurück.

  • rtr
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17 Kommentare zu "Zwei Energiekonzerne klagen: Russland stoppt Kohlelieferungen in die Ukraine"

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  • Ich habe auch Kinder, Frau Merkel aber nicht. Sie interessiert es auch einen Dreck, was die Deutschen wollen.

  • Wie ich es sehe, kann sich Putin innenpolitisch gar nicht leisten, den Donbas - Novorossiya - im Stich zu lassen. Die Stimmung in Russland trifft Martin Hoffmann, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied im Deutsch-Russischen Forum e. V., recht gut, und man sollte sich den Artikel genau durchlesen: Wir verlieren Russland | http://www.tagesspiegel.de/meinung/plaedoyer-fuer-einen-neuanfang-der-beziehungen-wir-verlieren-russland/10992794.html

    Putin hat - ohne den Begriff zu benutzen - eine "rote Linie" gezogen. Nur die westlichen Regierungen von Berlin bis Washington verstehen das nicht - oder sie handeln so, weil ihnen die Konsequenzen klar sind: dass ab einem bestimmten Punkt der Russischen Regierung nichts anderes übrig bleibt, als wirklich militärisch einzugreifen.

    Den neuen Kalten Krieg sollen wir alle bezahlen. Die Marktwirtschaft aka Kapitalismus ist in der Krise von Arbeitslosigkeit bis Umwelt und Klima. Das einzige - neben der Finanz-Zockerei - was noch Profit bringt, ist Rüstung. Aber der Kalte Krieg V2.0 ist gefährlicher als der Kalte Krieg V1.0, nicht zuletzt weil die technologische Entwicklung rasanter ist.

    Wir - NATO - sind jetzt direkt an die Grenzen Russlands vorgestoßen. Es wird katastrophale Konsequenzen haben, den Bären weiter in die Enge zu treiben. Wahrscheinlich sind die erst nötig, damit wir endlich die politischen Geisterfahrer in unseren Regierungspalästen zum Teufel jagen.

  • Glauben kann man der NATO nicht.....Die NATO ist die US-Ersatzarmee für Europa.

    Hier geht es nicht um Europa sondern um US Interessen. Punkt !

    UND Unsere spielen da auch noch mit......Diese Verräter unserer Belange !!!!

    Man will halt Krieg, so sieht es aus......Ich will keinen, man, ich habe Kinder hier. Was soll der Quatsch eigentlich ?

  • Die EU finanziert die Ukraine mit Geld aus dem ESM!!!

    500 Mio. (auch mein Geld) werden zur Verfügung gestellt. Ich dachte immer, dass der ESM nur für in Not geratene EU-Länder geschaffen worden ist.

    Ist Veruntreuung in dieser Höhe nicht ein schweres Verbrechen????

  • Paul Craig Roberts, ehemalige Vizeminister der Regierung Reagan:
    -
    „Washington denkt, es könne einen Nuklearkrieg gewinnen, und macht Planungen für einen Erstschlag gegen Rußland, vielleicht auch gegen China, um keine Konkurrenz zu Washingtons Welthegemonie zuzulassen. Der Plan ist weit fortgeschritten und seine Umsetzung läuft… Die strategische Doktrin der USA wurde geändert und die Rolle der Kernwaffen von Vergeltungswaffen zu offensiven Erstschlagswaffen aufgewertet…”

  • Hier ein interessanter Artikel aus dem Jahr 2008!!!

    Damals gab es schon Pläne für die Osterweiterung der Nato von Dabbelyou Bush.

    Damals provozierte man schon damit Rußland.

    ABER: Damals war der Feind noch der IRAN und nicht Rußland.

    Da man aber sich an den Iran nicht rantraut, hat man diesen Plan aufgegeben und nun ist Rußland dran. Geht ja auch einfacher über die EU. Die USA müssen immer einen Feind haben: Früher die Kommunisten, dann die Taliban, dann die “Dikatatoren der Schurkenstaaten” und jetzt halt Rußland. Was wir hier sehen ist eine Kette von Feindbenennungen.

    Man hört garnichts mehr von dem IS in der Presse? Kein Wort mehr. Ob da kein Interesse mehr besteht? Die machen doch munter weiter, oder?

    -

    Der Link aus dem Jahr 2008...da ging es schon los: http://www.mopo.de/news/nato-hintergrund–provokationen-fuer-russland,5066732,5388324.html

    Paul Craig Roberts, ehemalige Vizeminister der Regierung Reagan:

    „Washington denkt, es könne einen Nuklearkrieg gewinnen, und macht Planungen für einen Erstschlag gegen Rußland, vielleicht auch gegen China, um keine Konkurrenz zu Washingtons Welthegemonie zuzulassen. Der Plan ist weit fortgeschritten und seine Umsetzung läuft… Die strategische Doktrin der USA wurde geändert und die Rolle der Kernwaffen von Vergeltungswaffen zu offensiven Erstschlagswaffen aufgewertet…”

  • Dazu sagen muss man aber, dass die Putschregierung in Kiew keine Lieferung von Kohle aus Russland wollte !!
    -
    Dazu sind sie zu stolz und vermutlich auch kein Geld in der Kasse um zu bezahlen.

  • @Bernhard Ramseyer

    jedenfalls ist es kein Drama wert.

  • Ja wenn das so ist, ja wenn das so ist

    Herr Brädt,

    dann ist das ja kein Problem und eigentlich einer Meldung nicht wert.

  • @Johann Brädt
    Steinkohle ist sicherlich weltweit reichlich vorhanden. Das Angebot ist also kein Problem, die notorisch miserable Zahlungsmoral der Ukraine dagegen schon. Niemand (außer der EU natürlich) möchte die Steinkohle für umsonst liefern und korrupten ukrainischen Oligarchen die Taschen füllen. Auch Australien hat wahrscheinlich keine Steinkohle zu verschenken.

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