Zwei neue Hinweise
Schweden will U-Boot-Suche fortsetzen

Die Schweden geben nicht auf: Zwei neue Hinweise bestätigen die Vermutung, dass sich eine ausländische Macht in schwedischen Gewässern bewegt. Deshalb soll die Suche weitergehen.
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StockholmDas schwedische Militär will die Suche nach einem mysteriösen Unterwasserfahrzeug einen weiteren Tag fortsetzen. Einsatzleiter Anders Grenstad sagte am Dienstagabend bei einer Pressekonferenz in Stockholm, man habe hunderte Tipps aus der Bevölkerung bekommen. Zwei davon seien sehr ernst zu nehmen.

Insgesamt habe man nun fünf Hinweise darauf, dass sich eine ausländische Macht in schwedischen Gewässern befinde oder befunden habe. Weitere Bilder gebe es aber nicht. „Dass jemand die schwedische Souveränität verletzt, ist absolut inakzeptabel“, sagte Grenstad.

Zu den eigenen Beobachtungen wollte der Militärchef keine Angaben machen. „Wir haben eigene Observationen gemacht, aber noch nicht ausgewertet“, sagte Grenstad. Einen Bericht der Zeitung „Aftonbladet“, dem zufolge am Dienstag ein russischer Sender aus dem Wasser gezogen wurde, konnte er nicht bestätigen. „In der Regel werden wir informiert, wenn etwas Interessantes gefunden wird, und das wurden wir nicht.“

Die Zeitung hatte am Dienstagmittag berichtet, ein schwedisches Militärboot sei mit einem russischen Sender kollidiert, der daraufhin an die Oberfläche geschwommen sei. Oberbefehlshaber Sverker Göranson wies das zurück und sagte, es habe sich um eine Boje gehandelt.

Am Vormittag hatte Göranson den Verteidigungsausschuss über das Geschehen in den Schären vor Stockholm unterrichtet. Verteidigungsminister Peter Hultqvist sagte, dass Schweden reagiere, sei ein wichtiges Signal ans Ausland.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Sehr geehrte Frau Ich Hier,
    Im Krieg ist es halt meistens so: unsicher, neblig, dunkel. Sicher ist nur der Tod. Und wir sind eben schon im Krieg: Russland gegen NATO (so grob geschnitten, mit Ausnahmen). Unentschieden bleibt nur noch die Seite auf der die Deutsche auftauchen möchten.
    Übrigens, könnte es sich hier möglicherweise um eine Funkboje von einem U-Boot handeln? Oder sogar eine Alarmboje? Das war unwahrscheinlich eine herkömmliche Boje, ansonsten würde wahrscheinlich niemand darauf aufmerksam werden...

  • Der Oberbefehlshaber Sverker Göranson wird schon wissen, was da gerammt wurde - eine Boje.

    Da haben die Deutschen diesmal aber Glück gehabt, wenn da eine alte Bombe aus dem II. Weltkrieg hochgeschwommen und gerammt worden wäre - eindeutige Schuld von Deutschland.

    Dann müßte der deutsche Steuerzahler nicht nur die Gasschulden der Pleite-Ukraine dank Merkel mitbezahlen, sondern auch das beschädigte Militärschiff.

  • Gibt es auch noch Nachrichten, die nicht im Konjunktiv geschrieben werden?

    Hätte, sollte, könnte und Co. gehören in das Märchenbuch und nicht in die Nachrichtensparte.

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