Zwei Polen bei Mahavil verwundet
Neue Attacken in Bagdad

Zwei Explosionen haben am Freitagmittag (Ortszeit) Bagdad erschüttert. Reporter in der irakischen Hauptstadt sahen im Osten der Stadt Rauch hochsteigen. Zunächst war nicht klar, was die Explosionen verursacht hatte und ob es Opfer gab.

HB BAGDAD. Bereits kurz nach Mitternacht waren auf dem Gelände der US- Verwaltung am Westufer des Tigris zwei Explosionen zu hören gewesen. Wie der arabische TV-Sender El Dschasira unter Berufung auf die US- Armee berichtete, waren bei der nächtlichen Attacke zwei Granaten in der Nähe des Sitzes der US-Verwaltung eingeschlagen. Sie hätten lediglich Sachschaden verursacht, hieß es.

Wenige Stunden zuvor hatte sich ein Selbstmordattentäter unweit der irakischen Stadt Ramadi westlich von Bagdad in die Luft gesprengt und einen US-Soldaten mit in den Tod gerissen. Bei dem Anschlag auf einen US-Militärstützpunkt wurden zudem 14 Soldaten verletzt. Ramadi war bereits häufiger Schauplatz von Angriffen gegen die US-Besatzungsmacht im Irak.

Zwei polnische Soldaten wurden am Freitagmorgen bei Mahavil südlich von Bagdad durch Granatenbeschuss verwundet, wie das Verteidigungsministerium in Warschau mitteilte. Einer der beiden sei mit schweren Verletzungen von der US-Armee zur Behandlung nach Bagdad geflogen worden, meldete der polnische TV-Sender TVN24. Polen kommandiert seit September die Stabilisierungstruppen im zentralen Süden des Irak. Ein polnischer Soldat wurde von einem Heckenschützen getötet.

Zu Beginn dieser Woche waren rund 60 US-Soldaten bei einem Selbstmordanschlag auf einen Stützpunkt im nordirakischen Mossul verletzt worden. Seitdem die USA am 1. Mai das Ende der Hauptkampfhandlungen im Irak erklärt haben, sind mindestens 196 Soldaten bei Angriffen und Anschlägen getötet worden.

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