International
Zwei weitere SARS-Kranke in China

Die chinesischen Behörden haben zwei weitere SARS-Fälle bestätigt. In Vietnam mehren sich Verdachtsfälle auf Hühnergrippe. Nun soll Geflügel im großen Umfang geschlachtet werden.

HB BERLIN. China hat zwei weitere Fälle der Lungenkrankheit SARS bestätigt. Labortests der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hätten ergeben, dass es sich bei zwei in der südchinesischen Provinz Guangdong gemeldeten Verdachtsfälle tatsächlich um SARS handele, berichtete die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua am Samstag.

Ein WHO-Sprecher erklärte dagegen, für eine endgültige Diagnose seien weitere Tests erforderlich. Es sei nicht auszuschließen, dass die beiden Patienten sich mit einem einfachen Erkältungsvirus infiziert hätten.

Bei den Erkrankten handelt es sich um eine 20-jährige Frau und einen 35-jährigen Mann, der erst vor einer Woche in ein Spezialkrankenhaus verlegt worden war. Am 5. Januar war in der Region der erste SARS-Fall seit dem offiziellen Ende der Epidemie im Juli 2004 bestätigt worden.

Unterdessen sind in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi mehrere Menschen wegen Verdachts auf eine Infektion mit dem Hühnergrippevirus ins Krankenhaus eingeliefert worden. Ob die Patienten tatsächlich an der potenziell tödlichen Krankheit leiden, müsse aber noch untersucht worden, sagte ein WHO-Sprecher am Samstag in Hanoi.

Am Vortag hatte die Organisation einen vierten Todesfall in Zusammenhang mit dem Virus bestätigt. Dabei handelte es sich um ein fünfjähriges Kind aus der nördlichen Provinz Nam Dinh, das am 8. Januar starb.

Nach Angaben von WHO-Experten wird das H5N1-Virus derzeit nicht durch gekochtes Hühnerfleisch übertragen, sondern hauptsächlich über die Exkremente infizierter Tiere. Es werde vom Wind weitergetragen, so dass besonders Geflügelzüchter gefährdet seien.

Um die Ausbreitung der Krankheit einzudämmen, hat die vietnamesische Regierung die Schlachtung von mehreren Millionen Hühnern angeordnet. Außerdem wurde der Verkauf von Geflügel in Ho-Chi-Minh-Stadt, der größten Metropole des Landes, untersagt.

In Taiwan wurde zudem bekannt, dass nach dem Nachweis der weniger gefährlichen Virusvariante H5N2 in einer zweiten Geflügelfarm im Zentrum des Landes am Wochenende 35.000 weitere Tiere geschlachtet werden sollen. Auf einer anderen Farm, ebenfalls im Zentrum Taiwans, hatten die Behörden bereits am Freitag vorsorglich 20.000 Tiere schlachten lassen.

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