Zweifelhafte Ausschreibungen für Sicherheitssysteme
Razzien in Büros der EU-Kommission

Wegen des Verdachts auf Korruption hat die Polizei in einer Großrazzia Büros der EU-Kommission und Privat- und Geschäftshäuser in vier Ländern durchsucht.

HB BRÜSSEL. Mehr als 150 Ermittler seien an den 30 Durchsuchungen in Belgien, Frankreich, Luxemburg und Italien beteiligt gewesen, teilte die belgische Staatsanwaltschaft am Dienstag mit. Sie hätten in Büros der EU-Kommission, Banken, Geschäftsräumen von Unternehmen und Wohnhäusern Dokumente sichergestellt und mehrere Personen befragt.

Die Ermittler verdächtigen EU-Beamte, Ausschreibungen für Sicherheitssysteme in EU-Gebäuden unrechtmäßig vergeben und dafür von Firmen Bestechungsgeld angenommen zu haben. In dem Fall wird bereits seit drei Jahren ermittelt.

Ein Sprecher der Europäischen Union (EU) sagte, die Kommission arbeite über ihre Anti-Korruptionseinheit OLAF eng mit den Ermittlern zusammen, ohne jedoch auf Details einzugehen. Ob Mitarbeiter der Kommission von ihrer Arbeit suspendiert worden seien, wollte er nicht sagen.

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