Zweite Amtszeit: Obama erklärt „Jahrzehnt des Krieges“ für beendet

Zweite Amtszeit
Obama erklärt „Jahrzehnt des Krieges“ für beendet

Kaum ein Land begeht den Amtsantritt seines Staatschefs mit so viel Pomp wie die USA. In seiner Rede vor Hunderttausenden Menschen gibt Präsident Obama sich kämpferisch: In der zweiten Amtszeit will er richtig loslegen.
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WashingtonKriege beenden, Klimawandel bekämpfen und Bürgerrechte stärken - US-Präsident Barack Obama gibt sich zu Beginn seiner zweiten Amtszeit ungewöhnlich kämpferisch. Unter dem Jubel Hunderttausender Schaulustiger beschwor er nach seiner Vereidigung vor dem Kapitol in Washington: „Ein Jahrzehnt des Krieges ist beendet. Eine wirtschaftliche Erholung hat begonnen.“

Zugleich mahnte er bei der Zeremonie am Montag soziale Gerechtigkeit und Chancengleichheit an. Auch für den Kampf gegen den Klimawandel machte er sich stark. Kommentatoren sprachen von einer ungewöhnlich konkreten Antrittsrede - Obama habe unmissverständlich klargestellt, dass er die nächsten vier Jahre nutzen will.

„Wir wissen, dass unser Land keinen Erfolg haben wird, wenn es einer immer kleineren Gruppe sehr gut geht und eine immer größere Gruppe kaum durchkommt“, rief Obama den rund 900.000 Menschen zu, die bereits seit dem Morgengrauen ausgeharrt hatten.

Unmittelbar zuvor hatte Obama - der 2009 als erster schwarzer Präsident ins Weiße Haus eingezogen war - an der Seite seiner Frau Michelle und seiner beiden Töchter seinen Amtseid für seine zweite Regierungszeit abgelegt. Obama ist der 44. Präsident der USA. Auch Vizepräsident Joe Biden wurde vereidigt.

Beim Amtseid legte Obama die Hand auf zwei Bibeln. Eine stammt von seinem großen Vorbild, US-Präsident Abraham Lincoln (1809-1865), der die Sklaverei abgeschafft hatte. Die andere Bibel gehörte dem 1968 ermordeten Bürgerrechtler Martin Luther King, dessen Gedenken am Montag gefeiert wurde.

Wie bereits 2009 verhaspelte sich Obama bei seinem Amtseid ein wenig. Er sprach ausgerechnet das Wort Vereinigte Staaten unklar aus.

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„Wir müssen harte Entscheidungen treffen“

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Weiter Patt im Kongress

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  • "Wir wissen, dass unser Land keinen Erfolg haben wird, wenn es einer immer kleineren Gruppe sehr gut geht und eine immer größere Gruppe kaum durchkommt"
    400 Amerikanern gehört mehr als den ärmsten 150 millionen Landsleuten. Natürlich ist das schlecht für Amerika als Ganzes, aber Amerika als Ganzes ist diesen 400 Amerikanern egal.
    "The real owners are the big wealthy business interests that control things and make all the important decisions. Forget the politicians, they're an irrelevancy. The politicians are put there to give you the idea that you have freedom of choice. You don't. You have no choice. You have owners. They own you. They own everything. They own all the important land. They own and control the corporations. They've long since bought and paid for the Senate, the Congress, the statehouses, the city halls. They've got the judges in their back pockets. And they own all the big media companies, so that they control just about all of the news and information you hear. They've got you by the balls. They spend billions of dollars every year lobbying ¬ lobbying to get what they want. Well, we know what they want; they want more for themselves and less for everybody else."

  • Starke Rede eines schwachen Schwaetzers. Er moechte die USA in linkslastiges europaeischen Fahrwasser bringen. Zum Glueck ist er in 4 Jahren Geschichte und bis dahin labert er weiter, spielt mit seinen Drohnen und deportiert Latinos am Fliesband ( 440 tausen pro Jahr -- bei Bush waren es 225000) Yes we can.

  • Ich finde es bezeichnend, dass die Amerikaner eine Schwarzen zum Insolvenzverwalter gewählt haben. Er hat es nur noch nicht bemerkt.

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