Zwischen Größenwahn und kaltem Kalkül Portrait: Saddam Hussein

Seite 2 von 3:

Geboren wurde Saddam offiziell am 28. April 1937 in einem Dorf nahe der Stadt Tikrit, aus der auch der in der islamischen Welt als Held verehrte Saladin stammt. Mit dem Kurden, der einst die Kreuzfahrer aus Jerusalem vertrieben hatte, verglich sich Saddam, dessen Name „der Standhafte“, bedeutet, gerne. Saddam, der aus einer Kleinbauernfamilie stammt und in seiner Jugend viel Prügel bezogen haben soll, wurde schon als Schüler Mitglied der damals noch illegalen sozialistischen Baath-Partei. Bereits als Jugendlicher soll er seinen ersten Auftragsmord begangen haben.

1959 beteiligte er sich an einem Attentat auf General Kassam, das jedoch misslang. Mit der Machtübernahme der Baath-Partei in den 60er Jahren begann auch der Aufstieg von Saddam Hussein, der Gegner mit gnadenloser Härte aus dem Weg räumte und gelegentlich wegen des bloßen Verdachts der Illoyalität die Exekution eines Parteigenossen anordnete. Zunächst pflegten er und seine sozialistische Regierungspartei noch gute Beziehungen zur Sowjetunion, die auch wesentlich zur Aufrüstung des Iraks beitrug.

Im Laufe des Irak-Iran-Krieges (1980-88) suchte er jedoch zunehmend die Nähe Washingtons. Mit Hilfe der arabischen Öl- Monarchien und des US-Geheimdienstes, der dem Irak Satellitenbilder von iranischen Stellungen zur Verfügung stellte, gelang es Saddam letztlich, die Oberhand zu behalten. Auf beiden Seiten gab es Hunderttausende Tote.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Seite 123Alles auf einer Seite anzeigen
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%