Zwischenbilanz der Mach-Mut-Kampagne: Du bist Deutschland – Fortsetzung folgt

Zwischenbilanz der Mach-Mut-Kampagne
Du bist Deutschland – Fortsetzung folgt

Ja, der Eindruck sei richtig. „Wir berauschen uns an der Kampagne“, gibt Gunter Thielen, Vorstandsvorsitzender der Bertelsmann AG, zum Besten. Schließlich habe man für den Erfolg der ungewöhnlichen Image-Aktion hart gearbeitet. „Das heißt nicht, dass wir überheblich werden.“

BERLIN. Nicht überheblich, aber doch ziemlich selbstzufrieden – so präsentieren sechs Männer und eine Frau in der schmucken Bertelsmann-Repräsentanz am Baustellen geplagten Berliner Boulevard Unter den Linden die bisherige „Du bist Deutschland“-Bilanz. Von „sensationellen Werten“ ist die Rede, von „Stolz“ und „genauso wieder machen“. „Du bist Deutschland“ – die größte nichtkommerzielle Werbekampagne in der deutschen Geschichte habe eine breite Debatte um Eigenverantwortung ausgelöst und „zu einem Stimmungsumschwung beigetragen“, bilanziert Initiator Thielen. „Die Kampagne ist ein Zeichen, dass man die Deutschen sehr wohl begeistern kann, etwas für ihr Land zu tun.“

Thielen zufolge wird die von 25 Verlagshäusern unentgeltlich unterstützte Kampagne (insgesamt war sie 32 Millionen Euro wert) vermutlich von Herbst an nach der Fußball-Weltmeisterschaft fortgesetzt. Details seien noch unklar. Die Führungsrolle will Bertelsmann aber abgeben. Jetzt müssten andere als Medienunternehmen das Projekt vorantreiben. Die Aussichten seien gut: Insgesamt hätten sich rund eintausend Unternehmen zur Unterstützung der Kampagne bereit erklärt.

Der erste „Du bist Deutschland“-Startschuss war am 26. September 2005 um 20 Uhr gefallen. Seitdem verkünden mehr oder weniger Prominente bis zu völlig Unbekannten in Fernsehspots, Zeitungen, Kinos und auf Plakatwänden ihre Botschaft für „mehr Zuversicht und Eigeninitiative in Deutschland“. Mit eindrucksvollem Ergebnis, melden die Verantwortlichen. So wird die Kampagne bis zu ihrem vorläufigen Ende im Januar von 58 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahren bewusst wahrgenommen. Der Normalwert einer Kampagne liegt bei 25 bis 27 Prozent, weiß Siegfried Högl von der Nürnberger GfK Marktforschung GmbH. Und beim Publikum überwiegt die positive Resonanz: Einer GfK-Umfrage zufolge gefällt die Kampagne 46 Prozent der insgesamt 2 000 Befragten, 28 Prozent äußerten Kritik.

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