Zwölf Tote bei Bombenanschlägen
Anschlagsterror in Algerien

Bei der Explosion zweier Bomben in Algerien sind zwölf Menschen getötet worden, darunter ein französischer Ingenieur. Es war der dritte tödliche Anschlag in Algerien binnen fünf Tagen.

HB ALGIER. Die Bomben detonierten am Sonntag kurz hintereinander am Bahnhof der Stadt Beni Amrane rund 50 Kilometer östlich der Hauptstadt Algier, wie es in Diplomaten- und Sicherheitskreisen hieß. Bei den übrigen Opfern handele es sich um acht Soldaten, zwei Feuerwehrleute sowie einen noch nicht identifizierten Mann. Es war der dritte tödliche Anschlag in Algerien binnen fünf Tagen, und der erste seit den 1990er Jahren, bei dem ein Franzose ums Leben kam.

Zunächst bekannte sich niemand zu der Tat. Im vergangenen Jahr hatte die Extremistengruppe El-Kaida ihre Anhänger dazu aufgerufen, Spanier und Franzosen aus dem nordafrikanischen Land zu vertreiben. Erst am Donnerstag kamen in der gleichen Provinz sechs Soldaten bei einem Bombenanschlag ums Leben. Am Tag zuvor wurden bei einem Anschlag in der Nähe von Militärkasernen zwei Menschen getötet.

Bis zu 200 000 Menschen sind seit 1992 durch politisch motivierte Gewalt in Algerien ums Leben gekommen. Auslöser war damals die Annullierung der Parlamentswahl, bei der sich ein Sieg der islamistischen Partei abzeichnete. In der jüngeren Vergangenheit hat sich die Zahl der Anschläge verringert.

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