Zwölf Tote
Gewalt in westchinesischer Provinz Xinjiang

Seit Jahren kommt es in der westchinesischen Unruheprovinz Xinjiang immer wieder zu blutigen Auseinandersetzungen zwischen Staatsmacht und den Uiguren. Bei einem Gewaltausbruch sind jüngst zwölf Menschen getötet worden.
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PekingIn der westchinesischen Unruheprovinz Xinjiang sind bei einem neuerlichen Gewaltausbruch zwölf Menschen getötet worden. Wie die örtlichen Behörden am Samstag mitteilten, starben in Xinhe in der Präfektur Aksu an der Grenze zu Kirgistan sechs Menschen durch Explosionen, sechs weitere durch Schüsse der Polizei.

Die Gewalt stand offenbar im Zusammenhang mit einer dreifachen Explosion, die das mehrheitlich von Uiguren bewohnte Gebiet am Freitagabend erschütterte. Dabei kamen drei Menschen ums Leben. Ob diese in der Zahl von zwölf Todesopfern enthalten waren, war zunächst unklar.

Auf dem von der örtlichen Regierung betriebenen Nachrichtenportal Tianshan hieß es, die Polizei sei gegen gewalttätige Ausschreitungen vorgegangen, als „Gesindel“ Sprengkörper geworfen habe. Die Polizei habe sechs Menschen getötet und fünf festgenommen. Sechs Menschen seien während des von ihnen begangenen „Vergehens“ ums Leben gekommen.

Am Freitagabend hatte Tianshan gemeldet, bei zwei Explosionen in einem Friseurladen sei ein Mensch getötet worden. Bei einer Explosion einer Autobombe kamen demnach zwei Insassen des Fahrzeugs um Leben.

In Xinjiang kommt es seit Jahren immer wieder zu blutigen Auseinandersetzungen zwischen der Staatsmacht und Angehörigen der nationalen Minderheit der etwa neun Millionen Uiguren, die sich von der Regierung in Peking unterdrückt fühlt. Die chinesische Führung verweist dagegen darauf, dass die überwiegend muslimischen Uiguren wie andere Minderheiten auch verschiedene Privilegien genössen. Zugleich machte Peking wiederholt militante uigurische Unabhängigkeitskämpfer für „Terrorangriffe“ mit zahlreichen Toten verantwortlich.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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