Zyklon in Birma
USA ziehen Marine vor Birma ab

Die Militärmachthaber haben wiederholt Hilfsangebote durch den US-Marineverband abgelehnt. Amerika zieht deshalb seine Schiffe nun ab.

HB BANGKOK. Die USA haben den Abzug ihres Marineverbandes aus den Gewässern um Birma angekündigt. Der Verband sollte nach dem verheerenden Zyklon humanitäre Hilfe leisten.

Die US-Marine habe der Militärregierung in den vergangenen drei Wochen 15 Mal angeboten, bei der Versorgung zu helfen, sagte Admiral Timothy Keating am Mittwoch. Man sei aber immer wieder abgewiesen worden.

Der Verband um die "USS Essex" werde nun am Donnerstag die Region verlassen. Das Schiff ist speziell dafür gebaut, amphibische Landungen zu leiten und verfügt über Hubschrauber, Landungsbote, Lazarette sowie Anlagen zur Trinkwassergewinnung.

Frachtmaschinen des US-Militärs brachten zwar schon Hilfsgüter nach Rangun. Einen direkten Einsatz von amerikanischen Schiffen und Hubschraubern in den am schlimmsten betroffenen Gebieten lehnen die birmanischen Generäle jedoch ab.

Kritikern zufolge befürchtet die Junta, ein massiver internationaler Einsatz könne ihre Machtposition in Gefahr bringen. Nach offiziellen Angaben kamen durch den Zyklon "Nargis" 134 000 Menschen ums Leben oder werden seither vermisst. Insgesamt sind schätzungsweise 2,4 Mill. Menschen von der Naturkatastrophe betroffen.

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