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Zypern: Ban Ki Moon will Gesprächen neuen Schub geben

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon will den Verhandlungen zur Lösung des Zypernkonflikts und zur Wiedervereinigung der Insel neuen Schwung verleihen. Der UN-Chef will die politischen Führer der beiden Volksgruppen ermutigen, ihre intensiven Gespräche fortzusetzen. Viele Fragen sind bislang ungelöst.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon will die Zypern-Gespräche beschleunigen. Quelle: dpa
UN-Generalsekretär Ban Ki Moon will die Zypern-Gespräche beschleunigen. Quelle: dpa

HB NIKOSIA. „Ich bin hier, um meine persönliche Unterstützung für die Gespräche auszudrücken, die die Zyprer untereinander führen, um das Land wieder zu vereinigen“, sagte Ban am Sonntagabend nach seiner Ankunft auf der drittgrößten Mittelmeerinsel.

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Der UN-Chef will die beiden politischen Führer - Dimitris Christofias von der griechischen und Mehmet Ali Talat von der türkischen Volksgruppe - ermutigen, ihre intensiven Gespräche fortzusetzen. Am Montag sind Gespräche Bans mit den beiden Volksgruppenchefs geplant.

Die Zypern-Gespräche laufen seit September 2008. Trotzdem sind viele Fragen noch völlig ungelöst. „Wir haben keine Illusionen, dass das Zypernproblem leicht zu lösen ist,“ sagte der Koreaner. Er sei jedoch „beeindruckt“ von den Fortschritten die die beiden Volksgruppenführer in den vergangenen 16 Monaten bei ihren Gesprächen erzielt hätten, hieß es weiter. Um eine Lösung zu finden, müssten beide Seiten „Entschlossenheit, Flexibilität, Vision sowie Kompromissbereitschaft zeigen,“ meinte Ban Ki Moon weiter.

Die griechisch-zyprische Presse wertete den Besuch als einen Versuch, die Gespräche zu beschleunigen, damit bis Anfang April ein Lösungsvorschlag vorliegt. Danach sollen die beiden Volksgruppen den Plan in getrennten Volksabstimmungen billigen. Sollte es bis April keine Lösung geben, könnten die Gespräche nach Einschätzung von Diplomaten ins Wanken geraten. Die türkisch-zyprische Presse sah es nicht anders. „Bans Besuch ist ban(al)“ schrieb eine Zeitung im Norden der Insel.

Im türkischen Norden Zyperns werden am 18. April Präsidentenwahlen stattfinden. Umfragen deuten darauf hin, dass der gemäßigte Talat von dem als Hardliner geltenden bisherigen Ministerpräsidenten Dervis Eroglu ersetzt werden könnte. Dieser spricht sich offen für zwei Staaten auf Zypern aus.

Zypern gehört seit dem 1. Mai 2004 zur Europäischen Union. Das EU- Recht gilt aber vorerst nur im griechisch-zyprischen Süden der Mittelmeerinsel. Die Türkische Republik Nordzypern wird ausschließlich von der Türkei anerkannt.

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