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Zypern: Kreditgespräche mit Troika kommende Woche

Zypern braucht mehrere Milliarden Euro, um den angeschlagenen Bankensektor zu refinanzieren und die laufenden Ausgaben zu decken. Die Verhandlungen mit der Troika beginnen nächste Woche. Die Geldgeber stellen Bedingungen.

Der zyprische Finanzminister Vassos Shiarly: „Wir haben einen sehr engen Zeitplan.“ Quelle: Reuters
Der zyprische Finanzminister Vassos Shiarly: „Wir haben einen sehr engen Zeitplan.“ Quelle: Reuters

NikosiaIn der kommenden Woche dürften die Gespräche über Notkredite für das hoch verschuldete Zypern in die letzte Runde gehen. Die Verhandlungen mit Vertretern der Troika aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) würden „definitiv in der nächsten Woche beginnen“, sagte der zyprische Finanzminister Vassos Shiarly am Mittwoch. „Wir haben einen sehr engen Zeitplan.“

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Noch in dieser Woche sollten sich die Parteien und Gewerkschaften des Landes auf eine gemeinsame Verhandlungsstrategie für die Gespräche mit der Troika einigen. „Es gibt jetzt nur ein Ziel: Das Land zu retten und es aus der Krise heraus zu führen“, sagte der Sprecher der Oppositionspartei DIKO, Fotis Fotiou.

„Es ist an der Zeit, Zypern über die Parteiinteressen zu stellen.“ Für den 16. November ist die Genehmigung der Hilfen für Zypern durch die EU-Finanzminister geplant, damit die erste Tranche noch vor Jahresende ausgezahlt werden kann.

Euro in der Krise

Die Troika habe Ausgabenkürzungen von 975 Millionen Euro in den kommenden drei Jahren zur Bedingung für eine Aufnahme unter dem Rettungsschirm gemacht, sagte Shiarly. Schätzungen zufolge benötigt Zypern Kredite in Höhe von zwölf bis 17 Milliarden Euro, um den angeschlagenen Bankensektor zu refinanzieren und die laufenden Ausgaben zu decken.

  • 18.10.2012, 09:15 UhrRob Roy

    Die komische Troika hat gut zu tun. Wenigstens deren Arbeitsplatz ist krisensicher......hihi.

    Scheitert der Euro, scheitert die Troika....

  • 18.10.2012, 07:31 UhrSepia

    Zu der Steueroase und aehnliche Klischees:
    Zypern hat die OECD Taxstandards zur Transparenz und Informationsaustausch implemetiert (OECD White list) obwohl das Land nicht mal zum OECD gehoert. Zypern besitzt Doppelversteuerungsabkommen mit Deuschland (neuverhandelt sogar sehr neulich). Und es hat aktuell einen sehr guten MONEYVAL-Bericht gegen Geldwaesche von der EU - online erhaeltlich. Sorry, aber niederige Steuersaetze sind nicht gleich zur Steueroase. Zypern spielt einfach bei den Spielregeln.

  • 17.10.2012, 20:47 Uhrnetshadow

    Ah, cool, dann kann Zypern doch anfangen, und "die Märkte" sind wieder zufrieden, da Draghi endlich loslegen kann.
    Man, man ... wann kommen die endlich mit dem Geld aus, was sie verdienen?
    Bleibt die Steueroase bestehen?

    "Es ist tatsächlich nicht überraschend, dass sich in Zypern seit 1977 (das Jahr, in dem das Konzept für Offshore-Firmen in Zypern eingeführt wurde) bei einer Bevölkerungszahl von etwa 750.000 über 45.000 Offshore-Firmen (jetzt "Internationale Unternehmen" -- International Business Companies -- genannt) auf der Insel niedergelassen haben, während über 1.200 Internationale Unternehmen in Zypern vollständig ausgestattete und funktionierende Büros auf der Insel unterhalten."

    Ick glooobe et hackttt ...

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