Zypern-Wahl: Ein Favorit, zwei Außenseiter

Zypern-Wahl
Ein Favorit, zwei Außenseiter

Gesucht wird der Nachfolger von Präsident Dimitris Christofias. Der Pro-Europäer Nikos Anastasiadis gilt als aussichtsreicher Kandidat. Seine Kontrahenten sind ehemalige Minister – für Gesundheit und Außenpolitik.
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NikosiaDas „rote Schaf Europas“ zieht sich zurück: Zyperns aktueller Präsident, der in Moskau geschulte Kommunist Dimitris Christofias, tritt nicht wieder für eine fünfjährige Amtszeit an. Als Grund nannte er die festgefahrenen Verhandlungen zwischen griechischen und türkischen Zyprern über eine Wiedervereinigung des Landes. Vor allem aber hat er aber seit seiner Wahl 2008 massiv an Popularität verloren. So wird ihm Versagen in der Wirtschaftspolitik vorgeworfen. Zudem soll er sich nicht intensiv genug um Finanzhilfen für sein Land bemüht haben, das an den Finanzmärkten nicht mehr zum Zuge kommt. Aber auch eine riesige Explosion in einem Munitionsdepot 2011 warf für viele Zyprer ein Schlaglicht auf die Inkompetenz staatlicher Stellen.

So hat Zypern nun die Chance auf einen Neuanfang. Auf der Mittelmeerinsel wird der Präsident direkt vom Volk gewählt und bestimmt die Regierung. Sollte im ersten Wahlgang keiner der Kandidaten die absolute Mehrheit erreichen, findet am 24. Februar eine Stichwahl statt.

Um die Nachfolge von Christofias bewerben sich elf Politiker. Chancen können sich aber nur drei Kandidaten ausrechnen. Als großer Favorit gilt der konservative Politiker Nikos Anastasiadis. Umfragen nach soll er bei der ersten Runde mehr als 40 Prozent bekommen. Der 66-jährige gilt als pro-europäischer Politiker. Einen Neustart könne es für Zypern aber nur mit Hilfe der EU geben. Die Partner dürfen nach seiner Vorstellung gerne kontrollieren. Zypern hat in den vergangenen Jahren seine Gesetzgebung geändert. Vorwürfe über Geldwäsche seien aber übertrieben, betont Anastasiadis.

Zwei seiner Gegenkandidaten liefern sich Umfragen nach ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Einzug in eine mögliche Stichwahl. Es sind der linke Politiker Stavros Malas und der Vertreter der politischen Mitte, Giorgos Lillikas. Sie kommen in Umfragen jeweils auf rund 20 Prozent. Demoskopen halten einen Sieg von Anastasiadis allerdings schon in der ersten Runde durchaus für möglich.

Die drei Kandidaten:

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