International

_

Zypern-Wahl: Ein Favorit, zwei Außenseiter

Gesucht wird der Nachfolger von Präsident Dimitris Christofias. Der Pro-Europäer Nikos Anastasiadis gilt als aussichtsreicher Kandidat. Seine Kontrahenten sind ehemalige Minister – für Gesundheit und Außenpolitik.

Die Top-Bewerber (v.l.): Nicos Anastasiades, Stavros Malas, Giorgos Lillikas. Quelle: ap
Die Top-Bewerber (v.l.): Nicos Anastasiades, Stavros Malas, Giorgos Lillikas. Quelle: ap

NikosiaDas „rote Schaf Europas“ zieht sich zurück: Zyperns aktueller Präsident, der in Moskau geschulte Kommunist Dimitris Christofias, tritt nicht wieder für eine fünfjährige Amtszeit an. Als Grund nannte er die festgefahrenen Verhandlungen zwischen griechischen und türkischen Zyprern über eine Wiedervereinigung des Landes. Vor allem aber hat er aber seit seiner Wahl 2008 massiv an Popularität verloren. So wird ihm Versagen in der Wirtschaftspolitik vorgeworfen. Zudem soll er sich nicht intensiv genug um Finanzhilfen für sein Land bemüht haben, das an den Finanzmärkten nicht mehr zum Zuge kommt. Aber auch eine riesige Explosion in einem Munitionsdepot 2011 warf für viele Zyprer ein Schlaglicht auf die Inkompetenz staatlicher Stellen.

Anzeige

So hat Zypern nun die Chance auf einen Neuanfang. Auf der Mittelmeerinsel wird der Präsident direkt vom Volk gewählt und bestimmt die Regierung. Sollte im ersten Wahlgang keiner der Kandidaten die absolute Mehrheit erreichen, findet am 24. Februar eine Stichwahl statt.

Die Schicksalswahl Ganz Europa schaut auf Zypern

Heute wählt das hochverschuldete Zypern einen neuen Präsidenten. Favorit ist der Konservative Nikos Anastasiadis. Der Wahlsieger muss den Euro-Staaten ein Milliarden-Hilfspaket abringen. Doch die stellen Bedingungen.

Die Schicksalswahl: Ganz Europa schaut auf Zypern

Um die Nachfolge von Christofias bewerben sich elf Politiker. Chancen können sich aber nur drei Kandidaten ausrechnen. Als großer Favorit gilt der konservative Politiker Nikos Anastasiadis. Umfragen nach soll er bei der ersten Runde mehr als 40 Prozent bekommen. Der 66-jährige gilt als pro-europäischer Politiker. Einen Neustart könne es für Zypern aber nur mit Hilfe der EU geben. Die Partner dürfen nach seiner Vorstellung gerne kontrollieren. Zypern hat in den vergangenen Jahren seine Gesetzgebung geändert. Vorwürfe über Geldwäsche seien aber übertrieben, betont Anastasiadis.

Zwei seiner Gegenkandidaten liefern sich Umfragen nach ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Einzug in eine mögliche Stichwahl. Es sind der linke Politiker Stavros Malas und der Vertreter der politischen Mitte, Giorgos Lillikas. Sie kommen in Umfragen jeweils auf rund 20 Prozent. Demoskopen halten einen Sieg von Anastasiadis allerdings schon in der ersten Runde durchaus für möglich.

Die drei Kandidaten:

  • Die aktuellen Top-Themen
Nach Steuererhöhung: Japans Inflation steigt geringer als erwartet

Japans Inflation steigt geringer als erwartet

Japans Daten geben Grund zur Hoffnung: Das Land bewegt sich scheinbar aus der seit 15 Jahren anhaltenden Deflation. Die Teuerung der Verbraucherpreise ist zugleich der stärkste Preisanstieg im Großraum Tokio seit 1992.

Armee-Einsatz: Russland kündigt Manöver an der Ukraine-Grenze an

Russland kündigt Manöver an der Ukraine-Grenze an

Als Reaktion auf die Gewalt in der Ukraine beginnt Russland ein neues Militärmanöver. An der Grenze zur Ukraine sind bereits mehrere zehntausend Soldaten stationiert. Grund sind auch die Entwicklungen am Vormittag.

Streit in der Union: CSU-„Europaplan“ sorgt für Missstimmung

CSU-„Europaplan“ sorgt für Missstimmung

Die CSU grenzt sich in der Europapolitik in einigen Fragen schon immer von der Schwesterpartei CDU ab - diesmal noch deutlicher als sonst. Das sorgt unionsintern für Irritationen. Streitpunkt Nummer 1: Volksentscheide.

  • Konjunkturtermine
Konjunkturtermine: Wochenvorschau

Wochenvorschau

Die wichtigsten Ereignisse und Indikatoren in Europa und International