Zypries in den USA
„Böse ist keine wirtschaftspolitische Kategorie“

Wirtschaftsministerin Zypries kritisiert die harschen Äußerungen von US-Präsident Trump gegen Deutschland. In den USA sei das Interesse an einer guten und engen wirtschaftlichen Zusammenarbeit aber „sehr groß“.
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Washington Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) kritisiert die harschen Äußerung en von US-Präsident Donald Trump gegen Deutschland. „Ob böse oder nicht, das ist keine wirtschaftspolitische Kategorie“, sagte Zypries am Freitag während ihrer Reise durch die USA. Sie äußerte aber durchaus Verständnis für die amerikanische Position: „Fakt ist, dass die USA ein legitimes Interesse daran haben, mehr Produkte zu exportieren“ sagte sie. Wie „Spiegel Online“ berichtet hatte, hatte sich US-Präsident Trump bei seinem Treffen mit der EU-Spitze in Brüssel mal wieder über den deutschen Handelsbilanzüberschuss beklagt. „Die Deutschen sind böse, sehr böse“, sollen seine Worte gewesen sein. „Schauen Sie sich die Millionen von Autos an, die sie in den USA verkaufen. Fürchterlich. Wir werden das stoppen.“ Die Übersetzung von „bad“ zu „böse“ ist in diesem Kontext allerdings höchst umstritten.

Fakt sei, dass deutsche Unternehmen im Export sehr erfolgreich sind, sagte Zypries weiter. „Ich nehme aus meinen politischen Gesprächen in den USA mit, dass das Interesse an einer guten und engen wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit Deutschland hier sehr groß ist und Deutschlands wirtschaftlicher Erfolg durchaus gewürdigt wird.“

Zypries hatte sich auf ihrer mehrtägigen Reise unter anderem mit ihrem Amtskollegen Wilbur Ross, Paul Ryan, dem Sprecher des US-Repräsentantenhauses sowie dem neuen US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer und dem Gouverneur von South Carolina Henry McMaster getroffen. In dem US-Bundesstaat hat BMW sein weltgrößtes Autowerk.

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