Zyprische Sicherheitsbehörden sprechen von "schlechtem Scherz"
Lufthansa-Maschine wegen Bombendrohung umgeleitet

Eine Bombendrohung hat eine Lufthansa-Maschine, die von Frankfurt nach Tel Aviv unterwegs war, zur Landung auf Zypern gezwungen. Jagdflieger der israelischen Luftwaffe eskortierten das Flugzeug nach Larnaca.

HB TEL AVIV/ATHEN/FRANKFURT. „Nach dem Abflug der Maschine in Frankfurt erreichte Lufthansa eine Bombendrohung, die aber nach Rücksprache mit den Sicherheitsbehörden als nicht ernst zu nehmen eingestuft wurde“, sagte eine Lufthansa-Sprecherin. Der israelische Verteidigungsminister Schaul Mofas hat dennoch entschieden, die Maschine dürfe nicht wie geplant auf dem Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv landen. So wurde Flug LH 686 nach Larnaca auf Zypern umgeleitet.

Der israelische Rundfunk hatte zuvor berichtet, Jagdflugzeuge hätten die Lufthansa-Maschine zur Landung auf Zypern gezwungen. Sicherheitskräfte seien dabei, das Flugzeug zu durchsuchen. Nach Meldungen des zyprischen Rundfunks halten die Behörden der Mittelmeerinsel die Bombenwarnung für einen „schlechten Scherz“.

Der Flug LH 686 startete nach Lufthansa-Angaben um 10.18 Uhr in Frankfurt mit 331 Passagieren und 18 Besatzungsmitgliedern an Bord Richtung Israel. Der Bundesgrenzschutz am Frankfurter Flughafen erklärte, es habe zwei Bombendrohungen gegen den Flug gegeben. Diese seien beim Berliner Senat und bei der Stadt Frankfurt eingegangen.

In den vergangenen Tagen gab es in Europa bereits vier Mal Bombendrohungen gegen Fluggesellschaften. Erst am Montag war ein aus Deutschland kommendes Passagierflugzeug der Singapore Airlines auf dem Weg von Frankfurt nach New York nach London umgeleitet worden. Die Drohung stellte sich später als Fehlalarm heraus.

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