Risikofaktoren
Die Pessimisten halten die Hoffnungen auf ein baldiges Ende der Finanzkrise für verfrüht. Sie rechnen vielmehr damit, dass auf die Banken durch Zahlungsausfälle im Konsumentengeschäft eine weitere Abschreibungswelle zurollt. Die fallenden Hauspreise (Foto) sind immer noch die Hauptsorge der Pessimisten.
Die daraus resultierenden Vermögensverluste drücken direkt auf den Konsum. Zusätzlich wird der private Verbrauch von den hohen Rohstoffkosten gedämpft. Das Fazit: Solange Amerika die Exzesse des vergangenen Kreditbooms nicht wirklich korrigiert hat, besteht keine Aussicht auf Besserung.
Hoffnungswerte
Die Optimisten rechnen allenfalls mit einer milden Rezession in den USA, die bereits am Ende des Jahres überstanden sein soll. Sie stützen sich dabei auf die ersten Signale für ein baldiges Ende der Finanzkrise. Bessere Kreditbedingungen für Verbraucher und Unternehmen würden für neuen Schwung sorgen.
Kredite waren in den vergangenen Jahren der wichtigste Treibstoff für das Wachstum in den USA. Hilfe kommt außerdem aus dem Ausland. Durch den extrem schwachen Dollar sind die amerikanischen Waren auf dem Weltmarkt billiger und damit wettbewerbsfähiger geworden. Die Exporte stützen die Wirtschaft mit einem Wachstum von zuletzt 5,5 Prozent. In der zweiten Jahreshälfte wird auch das Konjunkturprogramm der US-Regierung greifen. Die Steuerrabatte von bis zu 1 200 Dollar pro Familie sollen den schwächelnden Konsum wieder auf Touren bringen.




