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30.07.2007 

Der Hintergrund: Bereits seit geraumer Zeit explodieren weltweit die Rohstoffkosten. Die Preise für Brotgetreide stiegen innerhalb Jahresfrist um bis zu 60 Prozent. Die Nachfrage nach Milchpulver explodierte. Die Butterpreise haben Rekordhöhe erreicht. Auf einmal bestimmen nicht mehr Butterberge, Milchseen und überquellende Getreidespeicher das Bild auf den Märkten, sondern eine zunehmende Knappheit der Produkte.

Dafür verantwortlich sind nicht nur schlechte Ernten. Mindestens im gleiche Maße ist nach Einschätzung der ZMP die wachsende Nachfrage aus Asien für die Engpässe verantwortlich. Der wachsende Wohlstand in den Schwellenländern wie China und Indien führe dort auch zu höherem Nahrungsmittelkonsum. Dies gelte nicht nur für Getreide, sondern auch für Molkereiprodukte. Außerdem verschärfe die wachsenden Nachfrage nach Bioenergie die Engpässe auf dem Getreidemarkt.

Eine Entspannung der Preissituation ist nach Einschätzung der Experten deshalb auch nicht in Sicht. „Wir haben eine neue Situation“, meinte Paul Michels, Leiter der Marktforschung der ZMP. Auch Sabine Eichner vom Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels macht den Konsumenten wenig Hoffnung. „Das ist etwas, woran sich die Verbraucher werden gewöhnen müssen“, meint sie zu den Preissteigerungen. Denn an den Rohstoffmärkten sei keine Entspannung in Sicht und auch die Energiekosten stiegen stetig.

Doch nicht alle sehen so schwarz. Hubertus Pellengahr vom Hauptverband des Deutschen Einzelhandels etwa macht den Verbrauchern Hoffnung: „Ich kann kein Ende des Preiswettbewerbs im Lebensmittelhandel erkennen. Im Moment sind zwar die Preise gestiegen. Aber das ist kein Naturgesetz. Es kann durchaus auch neue Preissenkungsrunden geben.“ Fein raus sind ohnehin begeisterte Fleischesser. Denn an Rind- und Schweinefleisch ist der Preisanstieg bisher vorbeigegangen.

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WACHSTUMSPROGNOSEN

Deutschlanddie Wachstumsprognosen für Euro-Zonedie Wachstumsprognosen für USAdie Wachstumsprognosen für Japan

Veränderung des realen BIP zum Vorjahr in %

WACHSTUMSPROGNOSEN DEUTSCHLAND

2010 2009
Consensus Economics 0,4 -5,8
OECD 0,2 -6,1
EU-Kommission 0,3 -5,4
Bundesregierung 0,5 -6,0
Frühjahrsgutachten der Institute -0,5 -6,0
IWF -1,0 -5,6
Sachverständigenrat 0