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01.03.2007 

Als wichtigste Maßnahme gegen preistreibende Angebotsengpässe sehen Analysten wie Thakkar die Infrastrukturinitiative. Denn horrende Engpässe bei Strom- und Wasserversorgung, Eisenbahnen und Flughäfen schrecken nicht nur Auslandsinvestoren ab, sie treiben auch die Kosten vieler Produkte. Fehlende Straßen und Bewässerungsanlagen sind wesentlich mitverantwortlich für die Stagnation der Landwirtschaft und damit steigende Lebensmittelpreise.

Die Regierung beziffert den Bedarf an Infrastrukturinvestitionen auf 350 Mrd. Dollar in den kommenden fünf Jahren. Doch ein schlechter Regulierungsrahmen macht viele private Projekte unrentabel. Mit einem Seitenhieb auf Indiens korrupte, ineffiziente Bürokratie, in der Ausgabenprogramme traditionell versickern, warnt selbst Chidambaram: „Es fehlt nicht an Geld. Wir müssen nur sicherstellen, dass es seine Ziele erreicht.“

Die Mahnung könnte sich als Menetekel für die eigene Regierung erweisen: Misslingt es ihr, ärmere Schichten am Wirtschaftswachstum zu beteiligen, droht ihr ein ähnliches Schicksal wie dem rechtskonservativen Vorgängerkabinett. Dieses wurde 2004 für marktliberale Reformen aus dem Amt gejagt, weil die Armen kaum profitierten.

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WACHSTUMSPROGNOSEN DEUTSCHLAND

2009 2008
Consensus Economics 1,1 2,0
OECD 1,1 1,5
IWF 1 2
EU-Kommission 1,5 1,8
Frühjahrsgutachten der Institute 1,4 1,8
Bundesregierung 1,2 1,7
Sachverständigenrat 1,9