0,3 Prozent Wachstum im Schlussquartal 2003 möglich
DIW schraubt Konjunkturerwartungen nach oben

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) rechnet im letzten Vierteljahr 2003 nun mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,3 % gegenüber dem Vorquartal.

HB BERLIN. Das DIW rechnet auch nach den schwachen vorläufigen Industrie-Produktionsdaten für September mit einem Wirtschaftswachstum von 0,1 % im dritten Quartal.

Die stagnativen Tendenzen hätten sich damit fortgesetzt, teilte das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) am Montag mit. Mit der vom Bundeswirtschaftsministerium in Aussicht gestellten Aufwärtsrevision der Produktionsdaten für September ergebe sich ein leichtes Produktionswachstum in den Monaten Juli bis September zum Vorquartal. Für das vierte Quartal rechnen die Berliner Forscher mit einem Plus des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von 0,3 zum Vorquartal. Darauf deuteten neben den seit einigen Monaten spürbar verbesserten Stimmungsindikatoren auch die Entwicklung der Auftragseingänge hin.

Auch Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) geht von einem leichten Wirtschaftswachstum in der zweiten Jahreshälfte aus. „Wir haben sanfte Andeutungen, dass wir im dritten Quartal 2003 leicht im Plus sind“, sagte Clement am Montag in Berlin. Im vierten Quartal werde es voraussichtlich ähnlich sein.

Die deutsche Industrie hatte im September nach vorläufigen Ergebnissen saisonbereinigt 1,2 % weniger hergestellt als im August. Analysten hatten mit einem Anstieg von 1,8 % gerechnet. Das Bundeswirtschaftsministerium hatte erklärt, der September sei noch von einem Ferieneffekt gekennzeichnet gewesen, da es in mehreren großen Bundesländern gleichzeitig Ferien gegeben habe. Allerdings sei für das endgültige September-Ergebnis noch mit einer deutlichen Aufwärtsrevision zu rechnen. Das DIW geht davon aus, dass die September-Produktion letztlich gut ein halbes Prozent über dem Niveau von August liegen dürfte.

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