15-Jahres-Tief
Arbeitslosen-Zahl wieder unter 3,2 Millionen

Allen Konjunktur- und Inflationsängsten zum Trotz: Die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt setzt sich fort. Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Juni erstmals seit mehr als 15 Jahren wieder unter die Marke von 3,2 Millionen gesunken. Grund zum Jubeln gibt es allerdings nicht.

HB NÜRNBERG. Die Frühjahrsbelebung hat ihre Wirkung nicht verfehlt: Die Arbeitslosigkeit in Deutschland ist weiter gesunken. Im Juni waren laut Bundesagentur für Arbeit (BA) in Nürnberg 3,16 Millionen Erwerbslose registriert.

Das waren123 000 weniger als im Mai und 528 000 weniger als im Juni 2007. Die Arbeitslosenquote fiel im Vergleich zum Vormonat um 0,3 Punkte auf 7,5 Prozent.

Saisonbereinigt ging die Erwerbslosigkeit im Monatsvergleich um 38 000 zurück. Banken-Volkswirte hatten eine bereinigte Abnahme um 11 000 erwartet.

Erstmals seit 1993 Jahren ist die Zahl der Erwerbslosen im Juni damit wieder unter die Marke von 3,2 Millionen gefallen. Thüringen meldete gar die niedrigste Arbeitslosenquote seit 1991, das Saarland den tiefsten Stand im Juni seit 1982.

BA-Chef Frank-Jürgen Weise sagte: „Die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt setzt sich fort.“ Die Nachfrage der Unternehmen nach Mitarbeitern sei unverändert hoch.

Grund zum Jubeln gibt es aber nicht. Denn ein Rückgang der Arbeitslosigkeit im Juni ist üblich. Aktuell fiel er so groß aus wie im Durchschnitt der vergangenen drei Jahre.

Damit hat der Abbau der Arbeitslosigkeit weiter an Schwung verloren. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) berichtet jedoch von einer weiterhin hohen Nachfrage nach Arbeitskräften. So legte der Stellenindex BA-X im Juni um 7 auf 247 Punkte zu. Das waren 40 Punkte mehr als vor einem Jahr.

Angesichts der guten Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt hält Bundesarbeitsminister Olaf Scholz Vollbeschäftigung bis zum Jahr 2015 für machbar. Schritt für Schritt könne in den nächsten Jahren erreicht werden, dass niemand, der seinen Job verliere, länger als ein Jahr ohne Arbeitsplatz bleiben müsse, sagte der SPD-Politiker.

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