2,9 Prozent weniger Orders insgesamt
Auslandsnachfrage liegt deutlich im Minus

Die deutsche Industrie hat im April vor allem wegen einer schwächeren Auslandsnachfrage deutlich weniger Aufträge erhalten als im Vormonat. Volkswirte sprachen von einem schlechten Start ins zweite Quartal.

HB BERLIN. Im Vergleich zum März ging der Auftragseingang saisonbereinigt um 2,9 Prozent zurück, wie das Bundeswirtschaftsministerium am Montag mitteilte. Die Bestellungen aus dem Ausland brachen dabei um 5,2 Prozent ein, die Inlandsnachfrage sank um 0,6 Prozent. Im März hatten die Aufträge der Industriefirmen noch um 2,1 Prozent zugelegt.

Volkswirte zeigten sich vor allem wegen des Auftrags-Einbruchs bei Investitionsgütern von 4,6 Prozent besorgt und rechnen nach dem guten Jahresauftakt vorerst nur mit einem geringen Wirtschaftswachstum. „Das erste Quartal ist gut gelaufen, das zweite Quartal startet nun alles andere als gut“, sagte Jens Kramer von der NordLB.

Von Reuters befragte Volkswirte hatten für April im Schnitt mit einem Rückgang des Auftragseingangs um 0,9 Prozent gerechnet. Der von der Hypovereinsbank und Reuters ermittelte Indikator auf Basis der Auftragsdaten aus Nordrhein-Westfalen hatte einen Rückgang um 1,4 Prozent zum Vormonat signalisiert.

Nach dem guten Jahresauftakt hatten Ökonomen wegen zuletzt schwächerer Wirtschaftsdaten wieder mit einem Abflauen des Wachstums in Deutschland gerechnet. „Es sieht jetzt sehr danach aus, dass das zweite Quartal schwach wird“, sagte Dirk Schumacher von Goldman Sachs zu den Auftragsdaten. „Der Rückgang des Euro wird der Industrie zwar irgendwann helfen, aber frühestens im dritten Quartal.“ Die Gemeinschaftswährung hatte zuletzt deutlich zum Dollar verloren und notierte am Montagmittag bei 1,2260 Dollar.

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