210 000 fehlen
Aufschwung bringt keine Lehrstellen

Ungeachtet des wirtschaftlichen Aufschwungs fehlen nach derzeitigem Stand 210 000 Ausbildungsplätze.

dpa BERLIN. „Die Lage am Lehrstellenmarkt scheint zwar etwas entspannter als im vergangenen Jahr zu sein, sie ist aber nach wie vor ernst“, sagte das Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit, Raimund Becker, der „Bild am Sonntag“.

Im vergangenen Jahr gab es Ende April 215 000 mehr Bewerber als angebotene Lehrstellen. Das neue Ausbildungsjahr beginnt aber erst im Herbst. 2006 waren am Ende knapp 50 000 junge Leute ohne Lehrstelle geblieben.

„Was uns Sorge bereitet, ist die große Zahl der Altbewerber“, sagte Becker. „Im Moment sind mehr als die Hälfte der Bewerber junge Leute, die schon mindestens ein Jahr auf eine Lehrstelle warten.“ Die Ausbildungsplatzsuchenden rief er zu mehr Flexibilität auf. „Manchmal muss man sich eben von seinem Traumberuf lösen, um doch eine Lehrstelle zu finden.“

Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) appellierte an die Unternehmen, den Aufschwung für zusätzliche Lehrstellen zu nutzen. „Die positive Konjunkturentwicklung zeigt zunehmend auch Wirkung am Beschäftigungsmarkt. Jetzt sind die Unternehmen gefordert, mehr Ausbildungsplätze zu schaffen.“

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