60 Prozent mehr Verbraucherinsolvenzen
Anstieg der Firmenpleiten nimmt ab

Deutschland steuert in 2003 weiterhin auf einen Pleitenrekord zu. Doch die Zunahme der Insovenzen verlangsamt sich.

HB WIESBADEN. Zum Vorjahresmonat seien die Unternehmens-Insolvenzen nur noch um 1,0 Prozent gestiegen, teilten die Statistiker vom Statistischen Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mit. Damit liegt der September-Wert deutlich unter dem Anstieg der Firmeninsolvenzen von Januar bis September von 6,0 Prozent. Die Insolvenzen anderer Schuldner wie Verbraucher und ehemals Selbstständiger stiegen anders als die Firmenpleiten auch im September drastisch an um fast 33 Prozent.

Insgesamt meldeten im September 3266 Unternehmen Insolvenz an. Damit gingen in den ersten drei Quartal fast 30 000 Firmen pleite. Nach Einschätzung des Amtes werden selbst bei einer günstigen Entwicklung im vierten Quartal in diesem Jahr so viele Firmen bei den Amtsgerichten Insolvenz anmelden wie nie zuvor.

Die Gesamtzahl aller Insolvenzen - Unternehmen und andere Schuldner - betrug im September 8659. Das sind 18,7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. In den ersten neun Monaten wurden damit rund 75 000 Pleiten gezählt oder 20,6 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Im Gesamtjahr 2002 waren rund 84 400 Pleiten gezählt worden. Bei den Verbraucherinsolvenzen stieg die Zahl bis einschließlich September sogar um gut 60 Prozent. Für den starken Anstieg der Verbraucherinsolvenzen machen Exporten vor allem das neue Schuldrecht verantwortlich, das Privatkonkurse erleichtert.

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