Abschwungsignale
Deutsche Exporte schwächeln deutlich

Der Konsum kommt nicht in Gang und jetzt schwächelt auch der Außenhandel. Die deutschen Exporteure haben im Mai so wenig ins Ausland verkauft wie seit Ende 2007 nicht mehr. Analysten sehen darin ein weiteres "Abschwungsignal".

HB BERLIN. Der Umsatz stieg laut Statistischem Bundesamt nur noch um 2,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat auf 80,8 Milliarden Euro. Kalender- und saisonbereinigt lagen die Erlöse diesmal um 3,2 Prozent niedriger als im Vormonat April.

Analysten hatten mit Stagnation gerechnet. Sie sagten in ersten Reaktionen:

"Das ist ein weiteres Abschwungsignal. Man darf sich Sorgen machen um die deutsche Konjunktur", sagte Holger Sandte von der WestLB. "Es deutet vieles auf einen Abschwung hin, nachdem zuletzt auch die Auftragseingänge der Industrie und die Produktion nach unten gezeigt haben."

Gerd Hassel von der BHF-Bank hatte mit einem derart starken Rückgang nicht gerechnet. "Das ist ein weiteres Signal für die sich anbahnende Konjunkturabschwächung. Im zweiten Quartal dürfte die Wirtschaft geschrumpft sein, weil der Außenhandel nicht mehr so richtig mitspielt und auch der Konsum schwächelt."

Matthias Rubisch von der Commerzbank meinte, dass der Rückgang bei den Exporten nun so stark ausfiel, hänge auch mit technischen Faktoren zusammen, wie wir es bei Produktion und Auftragseingängen schon gesehen haben. "Die beiden Brückentage im Mai werden hier eine Rolle gespielt haben. Deswegen würde ich sagen, dass es im nächsten Monat beim Export wieder nach oben geht. Das große Wachstum ist aber vorbei, vor allem in Westeuropa schwächt sich die Konjunktur ab."

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