Ähnliche Tendenz auch bei Importen
Außenhandel wird von wenigen Ländern dominiert

Die deutsche Wirtschaft setzt drei Viertel ihrer Exporte in nur 15 Ländern ab. Im ersten Halbjahr gingen rund 75 Prozent der Exporte im Gesamtwert von 362,5 Milliarden Euro in diese wichtigsten Handelspartnerländer, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte.

HB WIESBADEN. Die Liste der wichtigsten Absatzmärkte führte weiter Frankreich an: Gut zehn Prozent aller Ausfuhren gingen ins westliche Nachbarland. Auf Platz zwei lagen die USA mit einem Anteil von knapp neun Prozent, gefolgt von Großbritannien mit gut acht Prozent und Italien mit gut sieben Prozent.

Den stärksten Zuwachs bei den Top-Handelspartnern verbuchten die deutschen Exporteure im Handel mit Belgien: Die Exporte stiegen um 30 % auf 20,2 Mrd. €; mit einem Anteil von nun 5,6 % an den deutschen Ausfuhren kletterte Belgien auf den sechsten Platz der Ausfuhrrangliste. Für den Anstieg war fast ausschließlich die Ausfuhr von Pharmazeutika verantwortlich, die sich mehr als vervierfachte. Weit überdurchschnittlich legte auch der Export nach China mit einem Anstieg um 27 % und nach Russland mit einem Plus von fast 24 % zu. Insgesamt erhöhten sich die Exporte um 11,6 % im Vergleich zum ersten Halbjahr 2003.

Auch bei den Importen dominierten wenige Länder: Rund 73 % aller eingeführten Waren stammten aus den ersten 15 Ländern auf der Einfuhr-Rangliste. Auf Platz eins lag auch hier Frankreich mit einem Anteil von gut neun Prozent an den Gesamtimporten im Wert von 278,3 Mrd. €, gefolgt von den Niederlanden mit gut acht Prozent und den USA mit gut sieben Prozent. Überdurchschnittliche Zuwächse verzeichnete Deutschland hier ebenfalls im Handel mit China, von wo fast 20 % mehr Waren eingeführt wurden. Am stärksten steigerte Irland den Absatz in Deutschland: Die Importe von der Insel legten um über 24 % auf 7,8 Mrd. € zu. Insgesamt stiegen die deutschen Importe in den ersten sechs Monaten um 4,8 %.

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