Änderung der Statistik
Arbeitslosenzahl um 80 000 gesunken

Einem Agenturbericht zufolge ist die Zahl der Arbeitslosen im September um etwa 80 000 gegenüber dem Vormonat auf 4,65 Millionen gesunken. Die Bundesagentur für Arbeit teilt am Donnerstag offiziell die Arbeitsmarktdaten mit.

HB BERLIN. Ohne eine Änderung der Statistik wäre im September jedoch ein Rückgang um etwa 150 000 Arbeitslose und damit eine deutlich stärkere Abnahme zu verzeichnen gewesen, als für die Jahreszeit üblich, hieß es in den mit den offiziellen Daten der Bundesagentur für Arbeit (BA) vertrauten Kreisen am Mittwochabend weiter. Dies wirke sich auch aus auf die saisonbereinigte Arbeitslosenzahl, die laut Statistik um etwa 40 000 gestiegen sei.

Der Anstieg sei aber allein darauf zurückzuführen, dass im September erstmals etwa 70 000 Arbeitslose aus den so genannten Optionskommunen mitgezählt würden, die nach der Hartz-IV-Arbeitsmarktreform Langzeitarbeitslose in Alleinregie betreuen. Ohne diese Änderung hätte sich saisonbereinigt im Vergleich zum August ein deutlicher Rückgang ergeben, hieß es in den Kreisen weiter. Die unbereinigte Arbeitslosenquote sei im September um 0,2 Punkte auf 11,2 % gefallen. Die BA legt die Arbeitslosenzahlen am Donnerstag in Nürnberg vor.

Auf die Verzerrung der Arbeitsmarktzahlen durch die erstmalige vollständige Erfassung der Daten aus den 69 Optionskommunen hatte die BA am Mittwoch bereits hingewiesen, da die in der Statistik für September ausgewiesenen Zahlen die Entwicklung von August auf September schlechter aussähen ließen als sie tatsächlich gewesen sei. In den vergangenen Monaten hatte die BA 60 000 bis 70 000 Arbeitslose aus den Optionskommunen in der offiziellen Zahl wegen unklarer Datenlage nicht mitgezählt.

Die Arbeitslosenzahl fällt im September regelmäßig auf Grund der üblichen Herbstbelebung nach der Sommer- und Ferienflaute. Im Schnitt der vergangenen Jahre war ein Rückgang um rund 100 000 verzeichnet worden, der in diesem Jahr somit höher ausfiel. Bei der saisonbereinigten Zahl hatten von Reuters befragte Banken-Volkswirte im Schnitt mit einem Rückgang um 10 000 gerechnet, dabei zumeist aber die Statistik-Änderung außer Acht gelassen.

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