Amtsantritt: Bernanke sieht solides US-Wachstum

Amtsantritt
Bernanke sieht solides US-Wachstum

Der neue US-Notenbankchef Ben Bernanke geht davon aus, dass die amerikanische Wirtschaft in diesem und im kommenden Jahr weiterhin solide wachsen wird. Allerdings warnt der neue Fed-Chef vor steigenden Inflations- und Immobilienrisiken.

NEW YORK. „Die jüngsten Konjunkturdaten deuten darauf hin, dass der wirtschaftliche Aufschwung weiter geht“, sagte Bernanke vor Mitgliedern des Repräsentantenhauses in Washington. Zugleich warnte der Chairman der Federal Reserve (Fed) jedoch, dass der Inflationsdruck im vergangenen Jahr zugenommen habe und dass ein Einbruch auf dem Immobilienmarkt ein Risiko bleibe. Es war der erste Auftritt von Bernanke nachdem er am 1. Februar den Fed-Posten von Alan Greenspan übernommen hatte.

Der neue Notenbank-Chef hielt sich gestern eng an die Vorgaben, die Greenspan auf seiner letzten Fed-Sitzung Ende Januar gesetzt hatte. „Die Offenmarktausschuss hat entschieden, dass eine weitere Verschärfung der Geldpolitik nötig sein könnte“, sagte Bernanke, „und ich stimme dieser Einschätzung zu“.

Auf ihrer letzten Sitzung hatten die US-Notenbanker unter der Leitung von Greenspan die Leitzinsen in den USA zum 14. Mal in Folge auf jetzt 4,5 Prozent angehoben. Die Finanzmärkte rechnen noch mit mindestens zwei weiteren Zinserhöhungen in diesem Jahr. Insbesondere, da der Wachstumseinbruch im letzten Quartal nur als Ausrutscher betrachtet wird. Ökonomen erwarten für die ersten drei Monate 2006 ein Wachstumsplus von bis zu fünf Prozent.

„Die Notenbank legt ihr Augenmerk offensichtlich auf die wirtschaftliche Stärke, die Zunahme des Inflationsdrucks und weitere Zinserhöhungen“, sagte Stephen Stanley, Chefökonom der Investmentgesellschaft RBS Greenwich Capital. Bernanke machte deutlich, dass er ein wachsames Auge auf die Inflationsentwicklung haben werde: „Höhere Energiepreise könnten sich bei den Preisen anderer Güter fortpflanzen oder in den Inflationserwartungen festsetzen.“

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