Analyse

Euro-Retter kämpfen gegen Windmühlen

In der Euro-Krise richtet sich derzeit alle Aufmerksamkeit auf Griechenland. Das könnte sich als fatal erweisen. Denn auch andere Schuldenstaaten schwächeln. Besonders kritisch sieht es für Zypern aus, meinen Experten.
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Euro-Münzen. Die Euro-Schuldenkrise könnte sich wieder zuspitzen, aber nicht nur wegen Griechenland. Quelle: dpa

Euro-Münzen. Die Euro-Schuldenkrise könnte sich wieder zuspitzen, aber nicht nur wegen Griechenland.

(Foto: dpa)

BerlinDie öffentliche Diskussion um weitere Hilfen für Griechenland ist durch die jüngsten Äußerungen von Finanzminister Wolfgang Schäuble wieder aufgeflammt. Schäuble hat vergangene Woche überraschend deutlich erklärt, es werde in Griechenland noch einmal ein Hilfsprogramm geben müssen. Die Opposition wirft der Regierung vor, sie wolle bei der Euro-Rettung unbequeme Wahrheiten bis nach dem 22. September zurückhalten. Auf Druck von SPD und Grünen soll es nun am 2. September eine Sondersitzung des Haushaltsausschusses geben.

Dass sich der Fokus der Politik in der Euro-Krise aktuell nur auf Griechenland richtet, könnte sich als fatal erweisen. Denn nicht nur die Hellenen dürften noch lange Zeit auf internationale Hilfe angewiesen sein. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Analyse der Commerzbank. Während Irland sich im kommenden Jahr wieder vollständig über den Kapitalmarkt wird finanzieren können, ist dies im Fall auch Portugals, dessen Hilfsprogramm im Sommer 2014 ausläuft, angesichts der politischen Risiken unsicher, konstatieren die Experten. Regelrecht düster sieht es für Zypern aus.

In Zypern befindet sich die Wirtschaft seit dem Sommer 2011 in der Rezession. Zuletzt hat sich die Talfahrt noch beschleunigt. Im ersten Halbjahr sank das Bruttoinlandsprodukt um 3,1 Prozent gegenüber dem zweiten Halbjahr 2012. Eine Stabilisierung der Wirtschaft sei frühestens 2015 zu erwarten, schätzen die Commerzbank-Analysten.

Frühestens heißt jedoch, dass eine Erholung noch lange dauern könnte. Denn das Land steht vor dem Problem, dass das alte Wirtschaftsmodell, durch niedrige Steuersätze und eine laxe Regulierung Dienstleistungsunternehmen und Kapital anzulocken, ausgedient hat, ein alternatives Wirtschaftsmodell aber nicht in Sicht ist. Die Industrie sei mit einem Anteil von sechs Prozent an der Gesamtwirtschaft zu klein, um die negativen Effekte der Umstrukturierung im Finanzsektor und im öffentlichen Dienst zu kompensieren, geben die Experten zu bedenken. Und auch das zweite wirtschaftliche Standbein der Insel, der Tourismus, könne das nicht leisten. Entsprechend ernüchternd ist die Prognose der Commerzbanker.

Zypern-Ziele schon bald Makulatur, Griechen-Lage ungewiss
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77 Kommentare zu "Analyse: Euro-Retter kämpfen gegen Windmühlen"

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  • Eddie:
    Immer der gleiche irreführende Sülz! Fakten sehen anders aus. Haben Sie schon je einmal die Rechtsbrüche und Vermögensentwertungen durch die Blockparteien angeprangert? Da gehen Sie nämlich nicht drauf ein. Es sind aber die Hauptgründe für mich, die AfD zu wählen, weil ich etwas anderes will. Ausverkaufen kann ich mich alleine.

  • Kurden: Assad hat kein Giftgas eingesetzt

    Die Kurden in Syrien beziehen eine klare Stellung, "Assad hat kein Giftgas eingesetzt".

    Saleh Muslim von der größten kurdischen Partei (PYD), sprach mit der Nachrichtenagentur Reuters.
    Er spricht von den Beweisen, die die UN-Inspektoren gefunden haben, diese belasten die Rebellen; den Nutznießern der Giftgaslüge; und wie unsinnig die Anschuldigungen gegenüber der syrischen Armee sind.
    http://www.reuters.com/article...

  • Euro-Retter kämpfen wie ein Don Quichotte.

    Dass sich der Fokus der Politik in der Euro-Krise aktuell nur auf Griechenland richtet, könnte sich als fatal erweisen, heißt es hier . (Zitat)

    Gemessen an den endlos sich wiederholenden Argumenten der Euro-Retter dürfte durchaus diese krampfhafte Windmühlen Aktion auch das Gegenteil bei den Wählern hervorrufen.
    Besonders fiel auf, dass Fr.Merkel ursprünglich das Thema Euro-Rettung zunächst ganz weggelassen hatte. Es war dann Schäuble, der das Thema wieder auf den "Schirm" brachte.
    Also mal sehen -wie die Wahl verläuft. Auf alle Fälle hat die Griechenlandkette der endlosen Kreditforderung ihren Teil bei den Wählern besonders dazu beigetragen.

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  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Gruende, warum die AfD fuer anstaendige intelligente Menschen nicht waehlbar ist:
    1. Umverteilung nach Oben: die AfD fordert einen einheitlicher Steuersatz von 25 % (Kirchhof-Modell), d.h. weniger Steuern fuer Gutverdiener/Reiche. Die EEG-Umlage soll durch eine Ökostrom-Förderung mit Steuermittel ersetzt werden, damit die grossen Verbraucher weniger zahlen.
    2. Die "Koepfe" der AfD Lucke, Henkel und (Un)Sinn plaedieren ("Hamburger Appell", "Verspielt nicht eure
    Zukunft!") fuer Hungerloehne, laengere Arbeitszeiten, weniger Urlaub, Sozialabbau, und gegen Lohnerhoehungen, Mindestloehne um die Gewinne der Unternehmer weiter zu steigern.
    3. Die AfD haelt nicht viel von Demokratie. In der Partei herrscht das Fuehrer-Prinzip, der Sprecher Adam ist ein bekannter Anti-Demokrat der Armen, Rentnern u. Beamten das Wahlrecht entziehen will
    4. Die AfD fordert einen Schuldenschnitt fuer GR und will damit den Griechen 50 Milliarden EUR schenken (Lucke 22.08. im Deutschlandduell)
    5. Unsolide Finanzen: Steuergeschenke, Oekostrom und GR-Schuldenschnitt kosten min. 150 Milliarden - Kontept zur Finanzierung fehlt. Dazu kommen noch riesige Kosten/ Einnahmeausfaelle durch die Hungerloehne.
    6. Die AfD will das GG aendern, damit kuenftig Deutschland Angriffs-Kriege fuehren kann (A. Gauland, stellv. Sprecher: Krieg sei die „Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln")
    7. Prof. Oberender (wiss. Beirat) fordert den kommerziellen Organhandel (Arme sollen ihre Organe verkaufen), Prof. Smirnova (Beisitzerin) Zwangsunterricht fuer Hilfsbedürftige/Asylbewerber.
    Die AfD ist eine rechtslastige neoliberale (Steinzeit-Kapitalisten) Partei, die ihrer Klientel, den Gutverdienern und Reichen, Vorteile besorgen soll. Die AfD (Armut fuer Deutschland), die mit ihrer angeblichen Anti-EUR-Haltung
    auf Bauernfang geht, ist eine Alternative zu Vernunft und Wohlstand...


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  • Bleiben Sie doch bitte sachlich. HB bringt weiß Gott genügend Argumente für Pro und Contra.
    Eine unabhängige(re) Bundesbank - nicht alternativlos aber optional – kann aus meiner Sicht eine zu starke Währung (DM new) abwerten (siehe Schweiz). Flexibilität ist geboten und kein luftabschnürendes, unpassendes Korsett.
    Desweiteren bringt ein Nachfrageschub in D nach günstigeren Auslandsprodukten auch der "Auslandswirtschaft" etwas, wobei ein Nachfrageschub (im Binnenmarkt D) auf vielfältige Art und Weise erzeugt werden kann (z.B. billigeren Einkauf der Vorprodukte und damit günstigere Endprodukte, Erhöhung der Haushaltseinkommen).

  • Richtig, wir haben eine Schuldenkrise !

    Die Fehlbesetzung der EURO - Mitglieder sind politisch hausgemacht.
    Die Blitz - EU - Erweiterung wurde wegen der LOBBY gemurkst,damit man als Lobby-Vandale Lohn - Dumping betreiben konnte/kann.
    Mit unseren Steuergeldern !

    Kurzum: Es waren/sind reine Gewinnmaximierung und Machtzuwachs im "Spiel" gewesen, für wenige Kranke !!! ARMSELIG !

    Die "VOLKSVERTRETER" und die LOBBY-Syndikate fahren unser LAND und EUROPA gegen die Wand !

    Die seriösen Volksvertreter, die sich gegen diese Machenschaften entgegenstellen, sind leider in der Minderheit !


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