Analyste waren überrascht vom Ausmaß
Preise in der Euro-Zone deutlich gestiegen

Der steigende Ölpreis hat die Verbraucherpreise in der Euro-Zone im Oktober stärker nach oben getrieben als von Analysten erwartet. Die Stimmung der Unternehmen hat sich unterdessen leicht aufgehellt, obwohl die rekordhohen Ölpreise Sorgen über einen Rückschlag für die mäßig wachsende Wirtschaft der Euro-Zone zuletzt verstärkt hatten.

HB BRÜSSEL. Wie das europäische Statistikamt Eurostat am Freitag auf Basis einer ersten Schätzung mitteilte, erreichte die Jahresteuerungsrate im Oktober 2,5 Prozent nach 2,1 Prozent im September. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Volkswirte hatten mit nur 2,2 Prozent gerechnet. Der stärkere Preisauftrieb sei vor allem von den Ölpreisen verursacht, hieß es dazu von Eurostat. Der Preis für ein Barrel Nordseeöl hatte im Oktober einen historischen Höchststand von 51,65 Dollar erreicht und sich damit seit Jahresbeginn um rund 65 Prozent verteuert.

Analysten waren überrascht vom Ausmaß des Preisanstiegs. Vor allem in Deutschland und Spanien hatten die Energiepreise die Teuerung beschleunigt auf 2,3 und 3,5 Prozent. Auch in Italien stiegen die Preise auf harmonisierter Basis mit 2,2 Prozent stärker als vorläufige Daten aus den wichtigsten Städten hatten vermuten lassen. Die Europäische Zentralbank (EZB), die Preisstabilität mit Teuerungsraten knapp unter zwei Prozent erreichen will, hat bereits erwartet, dass der Ölpreis noch einige Zeit den erhofften Inflationsrückgang verhindert. Bisher hat sie den Leitzins nicht erhöht, da sie vom Erreichen der Preisstabilität im kommenden Jahr ausgeht. Dazu wird es nach Einschätzung von Jörg Krämer, Chefvolkswirt der Fondsgesellschaft Invesco, aber nicht kommen: „Wir erwarten eine Inflation von 2,5 Prozent 2005.“

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