Analysten hatten leichten Rückgang erwartet
ISM-Service-Index legt kräftig zu

Das Wachstum im US-Dienstleistungssektor ist im August trotz Rekordständen beim Öl-Preis überraschend gestiegen.

HB NEW YORK. Der an den Finanzmärkten viel beachtete Service-Index des Institute for Supply Management (ISM) stieg auf 65,0 Punkte von 60,5 Punkten im Juli, wie das Institut am Dienstag mitteilte. Analysten sahen in den ISM-Zahlen ein positives Signal für die Stärke der US-Wirtschaft insgesamt. Sie wiesen aber darauf hin, dass die ökonomischen Auswirkungen des Hurrikans „Katrina“ in den US-Südstaaten noch gar nicht absehbar seien. „Die Zahlen sagen noch nichts über die Folgen von Katrina, dabei steht diese Frage momentan bei allen im Vordergrund“, brachte es Analyst John Shin von Lehman Brothers in New York auf den Punkt.

Analysten hatten im Schnitt 59,5 Punkte erwartet. Mit einem Stand von über 50 Zählern signalisiert der Index weiter eine expandierende Geschäftstätigkeit des Sektors mit Branchen vom Friseur über Restaurants und Hotels bis hin zu Fluggesellschaften. Der Geschäftszweig repräsentiert rund 80 % der Leistung der weltgrößten Volkswirtschaft.

Der Index der neuen Auftragseingänge stieg im August auf 65,8 Punkte von 61,9 Punkten im Vormonat. Der Index der neuen Export-Auftragseingänge kletterte sogar um zehn Punkte nach oben von 63,5 Punkten im Juli und erreichte damit seinen bisherigen Jahreshöchststand. Zugleich fiel der Index der bezahlten Preise auf 67,1 Punkte von 70,3 Punkten im Vormonat - eine überraschende Entwicklung angesichts der anhaltend hohen Energiekosten.

Viele Volkswirte gehen davon aus, dass die US-Notenbank (Fed) angesichts der immensen Hurrikan-Schäden ihre bisherige Politik der kontinuierlichen Zinserhöhungen aussetzen wird. Die Fed werde sich jetzt wohl mehr darauf konzentrieren, wie die US-Wirtschaft wieder angekurbelt werden könne, sagte Analyst Gary Thayer von A.G. Edwards in St. Louis.

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