Analysten sehen Risiken für das Wachstum
ZEW-Index fällt auf Niveau von 1993 zurück

Die Stimmung unter deutschen Finanzmarktprofis hat sich im Dezember nochmals verschlechtert. Das ZEW-Barometer ist auf den niedrigsten Stand seit Januar 1993 gesunken. Professionelle Anleger und Analysten „sehen klare Risiken für das Wachstum wichtiger Industrieländer, insbesondere der Vereinigten Staaten“.

HB BERLIN. „Dies trübt die Exportaussichten für die deutsche Wirtschaft“, erklärte das Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW). Auch die Stärke des Euro zum Dollar wirke sich belastend aus.

Das ZWE-Stimmungsbarometer sackte im Vergleich zum Vormonat um 4,7 Punkte ab und liegt nun bei minus 37,2 Punkten. Gleichzeitig fiel der Index damit auf den tiefsten Stand seit Januar 1993. Volkswirte hatten im Schnitt mit einer weiteren leichten Eintrübung auf minus 34,0 Zähler gerechnet nach einem Stand von minus 32,5 im November.

„Heimische und weltwirtschaftliche Unwägbarkeiten bremsen die Konjunkturdynamik deutlich ab“, sagte ZEW-Präsident Wolfgang Franz zu der Umfrage unter rund 300 Experten. „Die Verwässerung einiger Reformen hierzulande und die Unsicherheit auf den Finanz-, Devisen- und Rohstoffmärkten hinterlassen ihre Bremsspuren.“

Der Index für die Lage verschlechterte sich ebenfalls und sank auf 63,5 Punkte von 70,0 Punkten. Volkswirte hatten hier mit einem Rückgang auf 68,0 Zähler gerechnet.

„Das ist eine kleine Enttäuschung. Eigentlich war das Umfeld für die Finanzmärkte recht gut“, sagte Andreas Scheuerle von der Dekabank. „Das ist ein relativ starker Rückgang bei der Lage. Aber eigentlich ist es hier noch moderat im Vergleich zu den Erwartungen. Interessant, dass die Erwartungen für alle Wirtschaftsräume rückläufig sind, auch für Großbritannien.“

Die Daten belasteten auch die deutschen Standardwerte. Der Dax büßte am Mittag seine leichten Kursgewinne wieder ein. Händler wollten dies aber nicht überbewerten. „Da spiegelt sich nur die Restskepsis der Finanzanalysten nach der Subprime-Krise“, hieß es. Dies zeige sich unter anderem daran, dass der Sub-Sektor Banken weiter der schwächste sei.

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