Angst vor Rezession
US-Kongress verabschiedet Konjunkturpaket

Der US-Kongress hat das von George W. Bush vorgeschlagene Konjunkturprogramm gebilligt. Es sieht unter anderem Steuersenkungen für Privatleute und Investitionsanreize für Unternehmen vor und soll eine Rezession im Land verhindern. Das milliardenschwere Maßnahmenpaket wird teurer als ursprünglich vorgesehen.

HB WASHINGTON. Senat und Repräsentantenhaus sprachen sich am Donnerstag mit überparteilichen Mehrheiten für das Gesetz aus. Das Paket im Umfang von umgerechnet 115 Mrd. Euro soll die schwächelnde Wirtschaft in den Vereinigten Staaten stützen. Vorgesehen sind unter anderem Steuersenkungen für die meisten Familien sowie Steuererleichterungen für Unternehmen. Auch Senioren und behinderte Kriegsveteranen können auf mehr Geld hoffen.

Das Konjunkturprogramm ist mehr als zehn Prozent teurer als ursprünglich vorgesehen. Bush will nach Angaben des Weißen Hauses das Gesetz trotzdem in der kommenden Woche unterschreiben. Der Präsident zeigte sich zuversichtlich, dass das Paket seine erhoffte Wirkung zeigen werde und lobte zugleich die überparteiliche Zusammenarbeit. Dies erwarte das amerikanische Volk, sagte Bush.

Das Gesetz wurde vergleichsweise schnell verabschiedet. Von der Einbringung bis zur Billigung vergingen nur zwei Wochen. In den USA grassiert derzeit die Angst vor einer Rezession: Die Immobilienpreise befinden sich im freien Fall, Kredite sind schwerer zu bekommen als in der Vergangenheit und auch Aktienkurse haben drastisch nachgegeben. Bei den Wählern ist die Wirtschaft inzwischen ein wichtigeres Thema als der Krieg im Irak.

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