Angst vor US-Rezession: Bernanke teilt Greenspan-Pessimismus nicht

Angst vor US-Rezession
Bernanke teilt Greenspan-Pessimismus nicht

Marktteilnehmer hatten auf die Rede mit Spannung gewartet: Nach dem Kursrutsch an den Finanzmärkten äußerte sich heute US-Notenbankchef Bernanke zum US-Wachstumsausblick. Der pessimistischen Einschätzung seines Vorgängers Greenspan, die mit zur Verunsicherung an den Märkten geführt hatte, konnte er nichts abgewinnen – im Gegenteil.

HB WASHINGTON. Nach dem Kursrutsch an den Finanzmärkten weltweit haben sich die US-Wachstumsaussichten nach Worten von US-Notenbankchef Ben Bernanke nicht geändert. Es gebe keinen substanziellen Anpassungsbedarf beim Konjunkturausblick seit seinem letzten Kongress-Auftritt vor einigen Wochen, sagte Bernanke am Mittwoch vor dem Haushaltsausschuss des Repräsentantenhauses. Er erwarte weiter ein moderates Wachstum in den USA.

Sollte sich die US-Immobilienbranche stabilisieren, werde die Konjunktur im Jahresverlauf wohl anziehen. Bernanke betonte, dass die Märkte normal und einwandfrei funktionierten. „Für den Einbruch der globalen Aktienmärkte scheint keinen spezifischen Auslöser gegeben zu haben“, sagte er. Die Fed beobachte die Entwicklungen genau. Zudem sehe er keine Liquiditätsprobleme an den Märkten. „Meiner Meinung nach haben sich die Konjunkturaussichten nicht wesentlich geändert“, sagte Bernanke.

Ein Kursrutsch an der Schanghaier Börse hatte am Dienstag weltweit für Verunsicherung bei den Anlegern gesorgt und die Aktienkurse auf Talfahrt geschickt. Mit dazu beigetragen hatten Äußerungen von Bernakes Vorgänger Alan Greenspan, der vor einer Rezession in den USA warnte.

Bernanke nahm weder Stellung zu geldpolitischen Themen noch zur aktuellen Verfassung der US-Wirtschaft geäußert. Mit Blick auf der langfristigen Haushaltsentwicklung sprach der Notenbanker jedoch von "der Ruhe vor dem Sturm".

»  Wie die Märkte auf die Rede reagieren

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